21 Juni 2021

Die Nachrichtenlage um 22 Uhr

Die Schlagzeilen:

POLITIK

VERTEIDIGUNG: Der US-Tarnkappenjet F-35 hat laut ĂĽbereinstimmenden Medienberichten im Evaluationsverfahren fĂĽr neue Kampfflugzeuge der Armee am besten abgeschnitten. Der Bundesrat will vor den Sommerferien entscheiden. Die Schweiz prĂĽft vier Kampfjets, um ihre Flotte zu erneuern.

Der F-35 des US-Herstellers Lockheed Martin soll in den Tests der Beschaffungsbehörde Armasuisse das Rennen gemacht haben, wie die SRF-TV-Sendung „Rundschau“ am Montag unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen berichtete. Auch die „Neue ZĂĽrcher Zeitung“ (Onlineausgabe) berichtete darĂĽber. Sowohl finanziell als auch technisch liege der Tarnkappen-Jet demnach weit vor den Konkurrenten. Der US-Flieger biete bei weitem das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. (Bern, 20:15)

INTERNATIONAL: Die Pläne zur Herstellung von Corona-Impfstoffen in Afrika nehmen Gestalt an. In Südafrika werde mit Hilfe eines Konsortiums das erste Zentrum zur Herstellung von sogenannten mRNA-Impfstoffen entstehen, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montag in Genf mit.

SĂĽdafrikas Präsident Cyril Ramaphosa sprach von einem „phänomenalen Schritt“. Es gehe darum, Afrika von Impfstoffen unabhängiger zu machen, die aus dem Ausland geliefert wĂĽrden.

In SĂĽdafrika sollen auch Fachkräfte geschult werden, die fĂĽr die Herstellung der Impfstoffe nötig seien. „Diese Initiative ist die erste von vielen, die wir unterstĂĽtzen werden“, erklärte Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron, der SĂĽdafrika kĂĽrzlich besucht hatte. „Dies ist eine grossartige Botschaft besonders fĂĽr Afrika, das den geringsten Zugang zu Impfstoffen hat“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. (Genf, 18:37)

DEUTSCHLAND: Bis zum Jahr 2030 soll in der Europäischen Union nach dem Willen der EU-Staaten niemand mehr auf der Strasse leben müssen.

„Es ist absurd, dass auf dem reichsten Kontinent der Welt Hunderttausende Menschen keinen Platz zum Leben haben“, sagte der EU-Kommissar fĂĽr Beschäftigung und soziale Rechte, Nicolas Schmit, am Montag in Lissabon. In einer Deklaration verpflichteten sich die 27 Mitgliedsländer zugleich auf konkrete Schritte, um das Ziel zu erreichen.

Nach Angaben der EU-Kommission schlafen derzeit rund 700 000 Menschen in Europa jede Nacht auf der Strasse – 70 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. In Deutschland hatten 2018 einer Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe zufolge etwa 41 000 Menschen keine Unterkunft. Amtliche Statistiken gibt es nicht. Vom nächsten Jahr an soll aber alle zwei Jahre ein „Wohnungslosenbericht“ veröffentlicht werden. (Lissabon/BrĂĽssel, 18:24)

INDIEN: Am Montag hat Indien mehr als 7,5 Millionen Menschen gegen Corona geimpft – mehr als je zuvor an einem Tag. Das zeigen Zahlen des indischen Gesundheitsministeriums.

In Indien leben insgesamt mehr als 1,3 Milliarden Menschen, es ist das Land mit der zweitgrössten Bevölkerung – nach China. Am Montag gab es zusätzliche Impfzentren, die Impfungen fĂĽr alle Erwachsenen anboten.

Bislang lief die Impfkampagne in Indien allerdings deutlich langsamer als zunächst geplant. Weniger als fĂĽnf Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft. Ein Grund dafĂĽr ist Impfstoffknappheit – unter anderem da die Regierung zunächst nicht versucht hat, genĂĽgend Impfstoff fĂĽr die grosse Bevölkerung zu kaufen. (Neu Delhi, 17:41)

WIRTSCHAFT

BÖRSENGANG: Die Vorbereitungen für einen Börsengang (IPO) des Agrochemiekonzerns Syngenta Group in China gehen in die heisse Phase. Wann genau es soweit ist, bleibt aber weiterhin offen.

Die begleitenden Investmentbanken hätten bei der zuständigen Regulierungsbehörde China Securities Regulatory Commission (CSRC) ein vorbörsliches Evaluierungsgutachten („Pre-Listing Tutoring Report“) fĂĽr ein mögliches IPO an der Technologiebörse STAR Market in Shanghai eingereicht, teilte Syngenta am Montag mit. (Shanghai, 18:38)

VERMISCHTES

PROZESS: Ein Türke, der 2015 in Bern am Rand von zwei Kundgebungen mit seinem Auto in eine Gruppe von Kurden fuhr, soll für acht Jahre in Haft. Das verlangte die Staatsanwältin am Montag am Prozess gegen ihn. Der Verteidiger beantragte Freispruch.

Der Vorfall ereignete sich im September 2015 am Rand einer bewilligten Kundgebung von Türken und einer unbewilligten Gegenkundgebung von Kurden in der Nähe des Berner Helvetiaplatzes. Damals herrschte in Nordirak Krieg zwischen der türkischen Armee und kurdischen Kämpfern der PKK. Die Wogen gingen hoch. (Bern, 17:29)

KRIMINALITÄT: Im Emmental ist am Sonntagabend ein Militärauto durch seine gefährliche und unsichere Fahrweise aufgefallen. Als die alarmierte Polizei den Fahrer zur Kontrolle anhalten wollte, ergriff dieser die Flucht.

Die Polizeipatrouille verfolgte das teilweise viel zu schnell fahrende Militärfahrzeug mit Blaulicht. Bei Worb BE konnte die Polizei eine Strassensperre errichten und das Fahrzeug stoppen.

Unter Androhung von Waffengewalt wurden der 23-jährige Lenker und zwei Mitfahrende dingfest gemacht. Auf dem Polizeiposten stellte sich heraus, dass der Wagen zuvor bei der Militärkaserne in Wangen an der Aare entwendet worden war. (Wangen an der Aare BE, 16:00)

PROZESS: Acht Jahre Freiheitsstrafe wegen versuchter eventualvorsätzlicher Tötung: So lautet der Strafantrag der Staatsanwältin am Prozess gegen den Türken, der 2015 in Bern in eine Gruppe von Kurden fuhr.

Staatsanwältin Miriam Hans sagte am Montag vor dem Regionalgericht Bern-Mittelland in Bern, wer so wie der Türke in eine Menschenmenge fahre, dem sei egal, was passiere. Diese Person nehme jegliche Verletzungen in Kauf.

Es geht um einen Vorfall am Rand einer Demonstration von Türken und einer Gegendemonstration von Kurden im September 2015 in Bern. Damals herrschte in Nordirak Krieg zwischen der türkischen Armee und Kämpfern der kurdischen PKK. Die Stimmung war aufgeheizt. (Bern, 15:50)

GROSSBRITANNIEN: Ein mutmassliches Foto der verschwundenen Prinzessin Latifa am Flughafen von Madrid hat zu neuen Spekulationen ĂĽber ihr Schicksal gefĂĽhrt.

Das bei Instagram veröffentlichte Foto soll die 35-jährige Scheicha an Seite einer Lehrerin namens Sioned Taylor zeigen. Im Hintergrund soll ein Terminal des Madrider Flughafens zu sehen sein. „Toller Europa-Urlaub mit Latifa. Wir haben Spass beim Entdecken!“, schrieb Taylor zu dem Foto mit einem lachenden Smiley.

Beide tragen Mundschutz. Eine unabhängige Bestätigung, dass Latifa tatsächlich auf dem Foto zu sehen ist, gab es zunächst nicht. (Dubai/Madrid, 15:40)

KULTUR

CORONAVIRUS – BERN: Im Berner Konzertlokal BierhĂĽbeli ist am Montagabend erstmals nach langen Corona-Monaten wieder ein grosses Konzert mit einem prominenten Headliner ĂĽber die BĂĽhne gegangen. Patent Ochsner spielt noch bis am Donnerstag mehrere Konzerte, die alle ausverkauft sind.

Die Konzerte mit je 500 Besucherinnen und Besuchern gelten als Pilotanlässe im Kanton Bern. Mit Patent Ochsner stand am Montagabend jene Band auf der Bühne, mit der sich das Lokal im März 2020 in den Lockdown verabschiedet hatte. (Bern, 20:20)

SPORT

NATIONALMANNSCHAFT: Vom 0:3 gegen Italien zum 3:1 gegen die TĂĽrkei: Eine Aussprache am Samstagabend hat die Schweizer Mannschaft verwandelt. Jetzt fĂĽhlt sie sich bereit fĂĽr einen EM-Achtelfinal gegen einen Grossen.

Später geht die Legende vielleicht so: Am Abend vor dem entscheidenden EM-Gruppenspiel gegen die TĂĽrkei sassen die FĂĽhrungsspieler zusammen und schworen sich ein auf die Partie. Sie erinnerten sich daran, dass sie nur Erfolg haben können, wenn sie als Einheit auftreten. Der „Geist von Baku“ war entstanden. Und dann schlugen die Schweizer mit einem leidenschaftlichen Auftritt die TĂĽrkei, kamen in die Achtelfinals, gewannen dort gegen… und so weiter. (Fussball, 16:24)

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