31 Januar 2023

Die Nachrichtenlage um 14 Uhr

Die Schlagzeilen:

WIRTSCHAFT

AUTOINDUSTRIE: Die Anzahl an neu zugelassenen Fahrzeugen in der Schweiz ist 2022 gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen.

Unter den erstmals auf den hiesigen Strassen fahrenden Autos dominierte zwar immer noch der „Benziner“, der Anteil an Diesel-Autos war aber zum ersten Mal tiefer als jener rein elektrisch betriebener Fahrzeuge. Der Gesamtbestand an Motorfahrzeugen stieg hingegen weiter.

Konkret fiel die Zahl der Fahrzeug-Neuzulassungen laut dem Bundesamt für Statistik (BFS) im letzten Jahr gegenüber 2021 um 7,8 Prozent auf insgesamt 322’387 Motorfahrzeuge. Im Vergleich zum letzten „Vor-Covid-Jahr“ 2019 betrug das Minus sogar 21,2 Prozent, wie das BFS am Dienstag mitteilte. (Zürich, 12:45)

BANKEN: Die Grossbank UBS hat im vierten Quartal 2022 deutlich mehr verdient und damit die Erwartungen von Analysten klar übertroffen. Insgesamt haben Kunden der Bank im vergangenen Jahr rund 60 Milliarden US-Dollar an neuen Geldern zur Verwaltung anvertraut.

Der Konzerngewinn fiel laut Mitteilung vom Dienstag im Schlussquartal mit 1,65 Milliarden Dollar 23 Prozent höher aus als im Vorjahreszeitraum. Vor Steuern erzielte die UBS einen Gewinn von 1,94 Milliarden, was einem Plus von 12 Prozent entspricht. Dieser beinhaltet neu gebildete Wertberichtigungen für Kreditrisiken in Höhe von netto 7 Millionen. (Zürich, 10:11)

IMMOBILIEN: In der Schweiz herrscht nach wie vor Wohnungsmangel. Dieser dürfte sich weiter zuspitzen, schreibt das Beratungsunternehmens Wüest Partner in seinem „Winter-Update 2022“. Zudem dürften die Mieten steigen, genau wie die Kosten für den Kauf einer Immobilie.

Das Angebot an Wohnungen hat gemäss der am Dienstag veröffentlichten Studie im vergangenen Jahr 2022 weiter abgenommen. Die Angebotsquote liege mittlerweile bei nur noch 4,7 Prozent nach 5,8 Prozent im Vorjahr. Eine solche Illiquidität sei seit 2013 nicht mehr beobachtet worden, so die Experten. (Zürich, 09:34)

POLITIK

FRANKREICH: In zahlreichen französischen Städten sind Menschen erneut gegen die Rentenreformpläne der Regierung von Präsident Emmanuel Macron auf die Strasse gegangen.

In Toulouse, Rennes und Grenoble etwa demonstrierten Menschen am Dienstagvormittag, Streiks begannen unter anderem an Schulen, bei der Bahn und in Raffinerien. 11 000 Polizisten und Gendarmen sind landesweit im Einsatz.

Frankreichs Regierung will das reguläre Renteneintrittsalter schrittweise von 62 auf 64 Jahre anheben, weil sich das aktuelle System langfristig nicht mehr finanziere. Ausserdem soll die Zahl der nötigen Einzahlungsjahre für eine volle Rente schneller steigen. Etliche Einzelsysteme mit Privilegien für bestimmte Berufsgruppen sollen abgeschafft werden. (Paris, 13:03)

ASYL: Die SVP fordert eine Neuausrichtung der Asylpolitik mit einer Durchführung der Verfahren im Ausland. Rund neun Monate vor den eidgenössischen Wahlen und angesichts der gestiegenen Zahl von Asylgesuchen untermauert sie ihre Forderungen nun in einem Positionspapier.

Am Dienstag präsentierte die SVP das Papier in Bern den Medien. Sie fordert vom Bundesrat, „umgehend Szenarien zu prüfen, wie Asylverfahren ins Ausland ausgelagert und vor Ort Hilfs- und Schutzzentren geschaffen werden können“. Auch andere Länder verfolgten solche Projekte, etwa Grossbritannien. (Bern, 12:16)

BRASILIEN: Brasiliens Ex-Präsident Jair Bolsonaro will Medienberichten zufolge weiter im US-Bundesstaat Florida bleiben.

Der rechte Ex-Staatschef habe ein sechsmonatiges Touristenvisum für die USA beantragt, berichteten der Sender CNN Brasil und die Zeitung „Financial Times“ am Montag (Ortszeit) unter Berufung auf Anwälte des 67-Jährigen.

Bolsonaro war im Oktober dem Linkspolitiker Luiz Inácio Lula da Silva in der Stichwahl unterlegen und zum Jahreswechsel aus dem Amt geschieden. Zwei Tage vor dem Ende seiner Amtszeit an Neujahr flog Bolsonaro mit seiner Familie in die USA, wo er sich seither aufhält. Brasiliens Oberster Gerichtshof ermittelt aktuell gegen Bolsonaro wegen dessen Rolle beim Sturm auf das Regierungsviertel in Brasília Anfang Januar. (Orlando, 11:24)

ASYLWESEN: In den Bundesasylzentren bleibt die muslimische Seelsorge dauerhaft tätig. Der Bund hat nach einem einjährigen Pilotprojekt die reguläre Fortführung des Angebots beschlossen. Die Präsenz der Seelsorgenden werde sowohl von den Migranten als auch vom Personal geschätzt.

In den vier Asylregionen Zürich, Westschweiz, Ostschweiz sowie Tessin und Zentralschweiz arbeiten insgesamt sechs muslimische Seelsorgende, darunter eine Frau, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Dienstag mitteilte. Daneben sind in den Zentren auch christlichen Seelsorger und Seelsorgerinnen tätig. (Bern, 11:05)

VERMISCHTES

BRAND: Ein toter Mann ist in Gerlafingen SO am Dienstagmorgen nach einem Brand in seiner Wohnung aufgefunden worden. Die Hintergründe sind gemäss Polizeiangaben unklar.

Der Brand war um 02.30 Uhr ausgebrochen, wie die Kantonspolizei Solothurn mitteilte. Die ausgerückte Feuerwehr von Gerlafingen brachte den Brand unter Kontrolle und löschte ihn. Mehrere Personen des Mehrfamilienhauses waren vorübergehend evakuiert worden.

Der leblose Mann wurde während des Löscheinsatzes aufgefunden, wie die Kantonspolizei berichtete. Es handle sich nach ersten Erkenntnissen um den Wohnungsmieter. Zur Klärung der Umstände sowie der Brand- und Todesursache sei eine Untersuchung eingeleitet worden. (Gerlafingen SO, 11:45)

LAWINE: Bergretter der Kantonspolizei Wallis haben am Dienstag bei einer Lawinensuche zwischen Ovronnaz und Fully zwei Leichen entdeckt. Es dürfte sich dabei um eine 42-jährige Französin und einen gleichaltrigen Belgier handeln, die seit vergangener Woche vermisst wurden.

Die formelle Identifizierung der Opfer sei im Gange, teilte die Kantonspolizei Wallis mit. Sie war am Mittwoch vergangener Woche von Dritten über das Verschwinden der beiden Personen informiert worden. (Ovronnaz/Fully VS, 11:33)

BERGUNFALL: Ein 38-jähriger Berggänger ist am Sonntag auf einer Schneeschuh-Wanderung auf den Selun im Kanton St. Gallen in ein Karstloch gestürzt. Er konnte nach einer aufwändigen Suchaktion nur noch tot geborgen werden.

Der im Kanton ansässige Schweizer war am Sonntagmorgen alleine auf eine Schneeschuh-Wanderung auf den 2205 Meter hohen Churfirstenberg Selun aufgebrochen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

Als er am Abend nicht nach Hause zurückkehrte, wurde umgehend eine umfangreiche Suchaktion gestartet. Beteiligt waren mehrere Patrouillen und Spezialkräfte der Kantonspolizei St. Gallen, die Alpine Rettung Ostschweiz, ein Polizeihelikopter der Kantonspolizei Zürich und ein Regahubschrauber. (Alt St. Johann SG, 11:32)

NEUSEELAND: Nach den verheerenden Überschwemmungen in Neuseelands grösster Stadt Auckland drohen dem Pazifikstaat erneut heftige Niederschläge.

In der Region Northland, die von Auckland bis an die nördliche Spitze des Landes reicht, sei für die kommenden sieben Tage der Notstand ausgerufen worden, berichtete die Zeitung „New Zealand Herald“ am Dienstag unter Berufung auf die Behörden. Auslöser ist den Angaben zufolge ein „atmosphärischer Fluss“, der über die Nordinsel zieht. Diese Bänder feuchtigkeitsgesättigter Luft bringen normalerweise mehrere Tage heftigen Regen. (Auckland, 09:50)

KULTUR

USA: Das amerikanische Brüder-Trio The Jonas Brothers („Sucker“) ist auf Hollywoods „Walk of Fame“ mit einer Sternenplakette verewigt worden. Nick (30), Joe (33) und Kevin Jonas (35) enthüllten am Montag (Ortszeit) vor Hunderten kreischenden Fans die 2745. Plakette auf dem berühmten Bürgersteig.

Die Zeremonie war auch ein grosses Familienereignis. Die singenden Brüder aus New Jersey hatten ihre Eltern, ihren jüngsten Bruder Frankie (22) sowie Ehefrauen und Kinder mitgebracht. „Ich liebe dich so sehr“, sagte Kevin in seiner Dankesrede mit Blick auf Ehefrau Danielle. Ohne ihre Unterstützung über 15 Jahre hinweg hätte er es nicht geschafft. „Alena, Valentina, dies ist ein ziemlich cooler Moment, meint ihr nicht auch?“, sagte er an ihre acht und sechs Jahre alten Töchter gerichtet. (Los Angeles, 10:31)

WISSENSCHAFT

PSYCHOLOGIE: Der Lockdown im Frühling 2020 hat das Schlafverhalten von Babys und Kleinkindern beeinflusst. Laut einer neuen Studie der Universität Freiburg hat das Auswirkungen auf deren Verhalten – auch ein halbes Jahr später noch.

Kleinkinder, die wegen des Lockdowns in der Nacht öfter erwachten, hatten sechs Monate später eine signifikant niedrigere hemmende Selbstkontrolle, hiess es in der kürzlich im Fachblatt „Plos One“ publizierten Studie.

„Das zeigt sich zum Beispiel darin, dass Kinder unruhiger oder zappeliger sind“, erklärte Studienleiterin Salome Kurth der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Ebenfalls vermindert war laut der Studie die Kontrolle der Emotionen. So hatten die Kinder etwa häufiger explosive Wutausbrüche. (Bern, 13:30)

KLIMA: Schweizer Wissenschaftler warnen wegen des Schneemangels vor einem trockenen Sommer. In einer neuen Studie zeigt ein Team von Forschenden aus der Schweiz, Deutschland und den Niederlanden einen Zusammenhang zwischen Schneemangel und Dürren.

„Das Schneedefizit von heute ist die Trockenheit im nächsten Sommer und Herbst“, wurde Klimawissenschaftlern Manuela Brunner in einer Medienmitteilung der eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) vom Dienstag zitiert. Bereits letztes Jahr habe der schneearme Winter die Dürren im Sommer verstärkt. (Bern, 11:09)

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