4 März 2021

Die Nachrichtenlage um 14 Uhr

Die Schlagzeilen:

POLITIK

CORONAVIRUS – SCHWEIZ: In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt fĂĽr Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 1223 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 9 neue Todesfälle und 48 Spitaleinweisungen. (Bern, 13:38)

ZOLLVERWALTUNG: Die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) hat 2020 eineinhalb Mal soviel Markenfälschungen sichergestellt als das Jahr zuvor. Gründe dafür sind der boomende Online-Handel und eine verstärkte Kontrolle.

2020 waren es 4433 sichergestellte Markenfälschungen im Handelsverkehr, im Vorjahr 2906, wie das EZV am Donnerstag mitteilte. Das entspricht einem Plus von über 50 Prozent.

Grund für diese Zunahme sei neben der Covid-19-bedingten gesteigerten Attraktivität des Online-Handels aufgrund geschlossener Läden und verbotenem Einkaufstourismus auch die verstärkte Kontrolltätigkeit im Postverkehr, so die EZV. Aufgegriffen hat die Zollverwaltung vor allem Uhren, Schmuck, Brillen, Taschen und Portemonnaies. (Bern, 11:14)

DEUTSCHLAND: Der Bundestag hat in Deutschland wegen der Corona-Pandemie weiterhin eine „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ festgestellt. Einem entsprechenden Antrag der grossen Koalition stimmten am Donnerstag auch GrĂĽne und Linke zu. Die FDP enthielt sich, die rechtspopulistische AfD votierte dagegen.

Diese festgestellte Lage gibt der Regierung besondere Befugnisse, direkt ohne Zustimmung des Bundesrates Verordnungen zu erlassen, etwa zu Tests und Impfungen. Der Bundestag hatte die „epidemische Lage“ erstmals am 25. März 2020 festgestellt und sie im November bestätigt. (Berlin, 13:03)

DÄNEMARK: Mehr als die Hälfte der Länder in Europa haben in der vergangenen Woche einen Anstieg der Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet.

Wie das EuropabĂĽro der Weltgesundheitsorganisation WHO am Donnerstag mitteilte, ist die Anzahl der Neuinfektionen um neun Prozent gestiegen. Damit habe der vielversprechende RĂĽckgang der letzten sechs Wochen gestoppt.

Die Virusvariante B.1.1.7, die zuerst in Grossbritannien auftrat, sei inzwischen in 43 der 53 europäischen Länder aufgetreten. Die südafrikanische Mutation B.1.351 sei in 26 Ländern, die brasilianische Variante in 15 Ländern gemeldet worden. (Kopenhagen, 12:48)

WIRTSCHAFT

DEVISEN: Der Franken tendiert gegenüber Euro und Dollar weiter zur Schwäche. Mittlerweile hat der Euro die 1,11er Marke zurückerobert und auch der US-Dollar kostet wieder mehr als 0,92 Franken.

Aktuell geht die Gemeinschaftswährung zu 1,1113 Franken um, womit sich der Euro auf einem Niveau bewegt, das er seit Sommer 2019 nicht mehr gesehen hat. Das Dollar/Franken-Paar notiert mittlerweile bei 0,9229 und damit so hoch wie letztmals im September 2020.

Der Franken habe schon eine seit einer Weile keinen leichten Stand bei den Anlegern, heisst es am Markt. Die Risikobereitschaft sei grundsätzlich gestiegen, was vor allem an den Erwartungen an die Impfkampagnen sowie dem US-Konjunkturpaket der Demokraten liege. Beides dürfte das Wirtschaftswachstum stützen. (FRANKFURT, 10:58)

INFORMATIONSTECHNOLOGIE: Die britische Kartellbehörde startet nach Beschwerden von App-Entwicklern über unfaire und den Wettbewerb behindernden Methoden eine Untersuchung gegen Apple.

Es werde geprüft, ob der US-Techkonzern in Grossbritannien beim Verkauf von Apps über seine Telefone und Tablets eine marktbeherrschende Stellung habe, teilte die Behörde mit.

Zudem werde untersucht, ob Apple dabei Entwicklern gegenĂĽber, die den App Store des Konzerns nutzen, unfaire Praktiken anwende und den Wettbewerb behindere. Apple erhebt eine GebĂĽhr von bis zu 30 Prozent fĂĽr Entwickler, immer dann wenn jemand ihre App kauft oder abonniert. (London, 12:44)

LUFTFAHRT: Die dank Crowdfunding gegrĂĽndete Berner Fluggesellschaft FlyBAIR hat beschlossen, wegen Corona im laufenden Jahr keine FlĂĽge durchzufĂĽhren. Das Marktumfeld sei zu unsicher und wegen der Pandemie fehle Planungssicherheit.

„FlyBAIR geht fĂĽr das Jahr 2021 in einen Ganzjahresschlaf“, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Ziel des Verwaltungsrats sei, FlyBAIR im Jahr 2022 in einen geregelten Flugbetrieb zu fĂĽhren. Es gelte, die dem Unternehmen im Crowdfunding zur VerfĂĽgung gestellten Mittel zu schonen, um 2022 abzuheben. (Bern, 09:33)

VERMISCHTES

GUATEMALA: Der Vulkan Pacaya in Guatemala hat erneut Lava, Dampf und Asche gespuckt. Die Aktivität sei sehr hoch, teilte der Katastrophenschutz des mittelamerikanischen Landes am Mittwoch nach Ortszeit mit. Demnach wurden starke Explosionen registriert, die bis zu 800 Meter über den Krater reichten.

Zudem habe sich eine knapp einen Kilometer hohe Aschesäule über dem Berg gebildet, teilte das nationale vulkanologische Institut mit. Die Asche falle auf angrenzende Ortschaften und könne sogar Entfernungen von bis zu 175 Kilometern erreichen, schätzten die Behörden. Angaben zu Evakuierungen oder Verletzten gab es zunächst nicht. (Guatemala-Stadt, 10:57)

USA: Nach zwei RĂĽckschlägen ist erstmals bei einem Testflug des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX ein Prototyp der neuen „Starship“-Rakete sicher gelandet – und erst dann explodiert.

Bei dem Test am Mittwoch (Ortszeit) im US-Bundesstaat Texas, den das Unternehmen live ĂĽbertrug, landete die unbemannte Rakete kurz nach dem Start sicher wieder stehend auf dem Boden – und ging dann wenige Minuten später in Flammen auf.

Warum die Rakete explodierte, war zunächst nicht klar. „Das Hauptziel des heutigen Testflugs war, ausreichend Daten zu sammeln dazu, wie man das Raumschiff beim Wiedereintritt (in die Erdatmosphäre) kontrolliert“, sagte SpaceX-Ingenieur John Insprucker. „Und das haben wir erfolgreich erreicht.“ Wenige Stunden zuvor war ein erster Versuch Sekundenbruchteile vor dem geplanten Start abgebrochen worden, die Ingenieure entschieden sich aber, es kurz darauf wieder zu probieren. (Boca Chica, 09:50)

GRIECHENLAND: Nach einem starken Erdbeben in Mittelgriechenland haben viele Menschen die Nacht auf Donnerstag in Zelten, Hotels und bei Freunden verbracht.

Etliche stĂĽnden unter Schock und hätten nachts frieren mĂĽssen, erklärte Kostas Agorastos, Gouverneur der Region Thessalien der griechischen Zeitung „To Proto Thema“.

Das Militär hatte Hunderte provisorische Zelte errichtet, noch in der Nacht gab es starke Nachbeben. Es mĂĽsse noch fĂĽr die nächsten Wochen mit weiteren Nachbeben gerechnet werden, sagte ein Seismologe der Tageszeitung „Kathimerini“. (Larisa, 09:47)

WISSENSCHAFT

ASTRONOMIE: Forschende unter Leitung der Uni Bern fanden Hinweise in Computersimulationen, dass auf einem 45 Lichtjahre entfernten Exoplaneten tektonische Aktivität vorhanden sein könnte. Demnach könnten auf dem Planeten sogar Vulkane Feuer speien.

Der Exoplanet mit dem Namen LHS 3844b ist wahrscheinlich felsig, besitzt keine Atmosphäre und umkreist seinen Stern extrem nahe. Die eine Seite des Planeten befindet sich immer im Tageslicht, sodass sie Temperaturen dort glühend heisse fast 800 Grad betragen. Auf Nachtseite des Planten herrschen hingegen klirrend kalte minus 250 Grad. (Bern, 10:48)

Veranstaltungen:

Im Moment sind keine Veranstaltungen geplant.

Bitte schauen Sie später wieder vorbei!