22 April 2021

Die Nachrichtenlage um 14 Uhr

Die Schlagzeilen:

WIRTSCHAFT

NAHRUNGSMITTEL: Chefwechsel bei Barry Callebaut: Antoine de Saint-Affrique √ľbergibt nach sechs Jahren an der Spitze am Ende des Gesch√§ftsjahres die operativen Z√ľgel an Americas-Chef Peter Boone. F√ľr das Unternehmen soll damit nach der Krise ein neues Kapitel aufgeschlagen werden.

Auf den ersten Blick √ľberrascht die √úbergabe mitten in einer Krise, zumal auch Finanzchef Ben De Schryver erst ein Jahr im Amt ist. Die Nachfolge sei aber schon l√§nger in Planung gewesen, sagte de Saint-Affrique am Donnerstag an einer Telefonkonferenz. „F√ľr uns ist im September nun ein nat√ľrlicher Zeitpunkt f√ľr die √úbergabe.“ Die √úbergabe an einen internen Kandidaten sichere zudem die Kontinuit√§t. (Z√ľrich, 12:23)

LUFTFAHRT: Wechsel an der Pilatus-Spitze: Verwaltungsratspr√§sident Oscar Schwenk √ľbergibt das Pr√§sidium beim Nidwaldner Flugzeugbauer in neue H√§nde, wie der 77-J√§hrige am Donnerstag bekannt gab. Das Unternehmen schrieb 2020 erneut √ľber eine Milliarde Franken Umsatz.

Er werde sich an der kommenden Generalversammlung vom Juni nicht mehr zur Wahl stellen, wird Schwenk in einer Medienmitteilung zitiert. Er bleibe dem Unternehmen aber weiterhin treu. Mehr dazu will Schwenk, der das Pr√§sidium 2006 √ľbernahm, nach der GV bekanntgeben. (Stans NW, 11:55)

KONJUNKTUR: Die Weltwirtschaft wird einen gewaltigen Einbruch erleiden, wenn der Klimawandel ungebremst weitergeht. Laut einer Studie des Swiss Re Instituts droht ein BIP-Taucher von 18 Prozent bis 2050 im Vergleich zu einer Welt ohne Klimawandel.

Bis Mitte des Jahrhunderts werde die Temperatur ohne Gegenmassnahmen um 3,2 Grad steigen, hiess es in der Stressanalyse, die am Donnerstag ver√∂ffentlicht wurde. Am schlimmsten w√ľrden s√ľdostasiatische L√§nder leiden. In Thailand, Malaysia oder Singapur w√ľrde das Bruttoinlandprodukt (BIP) um √ľber 40 Prozent in die Tiefe rauschen, erkl√§rte das Swiss Re-Institut anhand der Untersuchung von 48 L√§ndern. (Z√ľrich, 10:41)

POLITIK

KLIMA: Die Wissenschaft schaltet sich in den Abstimmungskampf um das CO2-Gesetz ein. Mehr als hundert Forschende haben sich dem √ľberparteilichen Ja-Komitee angeschlossen.

Zahlreiche renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werben f√ľr ein Ja zum CO2-Gesetz, das am 13. Juni zur Abstimmung kommt. Es sei dringend, mit dem CO2-Gesetz den Klimaschutz zu st√§rken, heisst es in einer Mitteilung.

Die Schweiz brauche diesen Schritt, da sie schon heute stark vom Klimawandel betroffen sei. Nur so k√∂nne die Schweiz die Pariser Klimaziele erf√ľllen und klimaneutral werden. Dem Appell angeschlossen haben sich Naturwissenschaftler, Ingenieure, Juristen, Politik-, Sozial-, Geistes- und Wirtschaftswissenschaftler. (Bern, 11:57)

BUNDESGERICHT: Eine professionelle Tagesmutter in Renens VD ohne eigene Kinder darf in Zukunft in ihrer Eigentumswohnung keine Pflegekinder mehr betreuen. Dies hat das Bundesgericht am Donnerstag in einer öffentlichen Beratung entschieden.

Die gewerbliche T√§tigkeit ist nicht mit dem Reglement der Eigent√ľmerschaft vereinbar. Das Bundesgericht st√ľtzt damit das Urteil des Waadtl√§nder Kantonsgerichts. Dieses hatte einer anderen Stockwerkeigent√ľmerin Recht gegeben, welche auf Unterlassung der Betreuungst√§tigkeit geklagt hatte. (Lausanne, 11:55)

CORONAVIRUS – SCHWEIZ: Die Luganeser Privatklinik Moncucco gr√ľndet ein interdisziplin√§res Ambulatorium f√ľr Long-Covid-Patienten. Die Klinik wolle ihr seit Beginn der Coronavirus-Pandemie erworbenes Know-how der Gesellschaft zur Verf√ľgung stellen, teilte sie am Donnerstag mit.

Im neuen Ambulatorium sollen Fach√§rzte mit Haus√§rzten und Pflegefachleuten zusammenarbeiten. Diese fach√ľbergreifende Zusammenarbeit solle eine optimale Betreuung von an Long Covid leidenden Personen erm√∂glichen, heisst es im Communiqu√©. (Bern, 11:54)

CORONAVIRUS – SCHWEIZ: Die Luganeser Privatklinik Moncucco gr√ľndet ein interdisziplin√§res Ambulatorium f√ľr Long Covid-Patienten. Die Klinik wolle ihr seit Beginn der Coronavirus-Pandemie erworbenes Know-how der Gesellschaft zur Verf√ľgung stellen, teilte sie am Donnerstag mit.

Im neuen Ambulatorium sollen Fach√§rzte mit Haus√§rzten und Pflegefachleuten zusammenarbeiten. Diese fach√ľbergreifende Zusammenarbeit solle eine optimale Betreuung von an Long Covid leidenden Personen erm√∂glichen, heisst es im Communiqu√©. (Bern, 11:39)

ISLAND: Norwegen reicht all seine vorrätigen Astrazeneca-Impfdosen an die skandinavischen Partnerländer Schweden und Island weiter, solange der Einsatz des Mittels im Land gestoppt ist.

200 000 der 216 000 auf Lager liegenden Dosen sollen an Schweden gehen, die restlichen 16 000 an Island, wie das norwegische Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte.

Er sei froh, dass die vorr√§tigen Corona-Impfstoffe von Nutzen sein werden, obwohl Norwegen den Gebrauch des Astrazeneca-Vakzins auf Eis gelegt habe, erkl√§rte Gesundheitsminister Bent H√łie. Wenn das Pr√§parat im Land wieder eingesetzt werde, werde Norwegen die Impfdosen von den beiden Partnerl√§ndern zur√ľckerhalten. Die Mittel sind demnach noch bis Juni und Juli haltbar. (Oslo, 12:45)

VERMISCHTES

WETTER: Nachdem die Tiefstwerte im April √ľberdurchschnittlich oft unter dem Gefrierpunkt lagen, sorgt das Hoch „Renate“ bis am Sonntagabend f√ľr Fr√ľhlingsgef√ľhle und Tagesh√∂chsttemperaturen teilweise √ľber 20 Grad. Der April 2021 d√ľrfte trotzdem zu k√ľhl ausfallen.

„Renate“, die sich von der Nordsee bis in die Alpen breitmacht, wird den bisher zu k√ľhlen April temperaturm√§ssig noch etwas aufpeppen. Die angesagte milde Phase werde das Mittel noch etwas nach oben verschieben, teilte der Wetterdienst Meteonews am Donnerstag mit. (Bern, 11:15)

USA: Der Rover „Perseverance“ hat auf dem Mars erstmals Sauerstoff extrahiert. Mit einem wissenschaftlichen Ger√§t namens „Moxie“ (Mars Oxygen In-Situ Resource Utilization Experiment) von der Gr√∂sse eines Toasters habe der Roboter aus der √ľberwiegend aus Kohlendioxid bestehenden Atmosph√§re des Planeten Sauerstoff gewonnen, teilte die US-Raumfahrtbeh√∂rde Nasa am Mittwoch mit. Es sei das erste Mal, dass auf einem anderen Planeten Sauerstoff extrahiert worden sei. Nasa-Manager Jim Reuter sprach von einem „entscheidenden ersten Schritt“.

Insgesamt f√ľnf Gramm Sauerstoff habe „Moxie“ bei seinem ersten solchen Einsatz extrahieren k√∂nnen – das lasse einen Astronauten ungef√§hr zehn Minuten lang atmen. Das Ger√§t soll k√ľnftig aber bis zu zehn Gramm Sauerstoff pro Stunde generieren k√∂nnen. Sauerstoff k√∂nnte auf dem Mars in Zukunft m√∂glicherweise nicht nur f√ľr Astronauten zum Atmen gebraucht werden, sondern auch zum Raketenantrieb. (New York, 10:31)

ZOO: Der Zoo Z√ľrich hat am Mittwoch das achtj√§hrige Gorilla-Weibchen Mawimbi einschl√§fern m√ľssen. Woran das Tier erkrankte, wird ist unklar. Es wird nun von Pathologen untersucht.

Die achtj√§hrige Mawimbi war am Wochenende bereits ungewohnt schlapp und wollte nicht fressen. Am Montag und Dienstag habe sich der Gesundheitszustand dann drastisch verschlechtert, teilte der Zoo am Donnerstag mit. Die Tier√§rzte h√§tten sich deshalb f√ľr eine eingehende Untersuchung entschieden. Blutbild und Ultraschall zeigten jedoch keine Auff√§lligkeiten. (Z√ľrich, 09:29)

KULTUR

MUSEUM: Im Erweiterungsbau des Kunsthauses Z√ľrich erwacht das √∂ffentliche Leben: Noch bevor die Kunst im grossen Stil einzieht, ist das Publikum eingeladen. Bis 24. Mai ist der Chipperfield-Bau offen f√ľr einen ersten Augenschein.

Eingel√§utet im Wortsinn wird das neue Leben von einer Klanginstallation des Choreographen William Forsythe: Kirchenglocken und Triangeln in unterschiedlichen Gr√∂ssen und damit Tonh√∂hen und Klangfarben sind √ľber mehrere R√§ume verteilt und machen das Geb√§ude zu einem Klangk√∂rper, wie Forsythe es gegen√ľber dem Kunsthaus selbst ausgedr√ľckt hat. (Z√ľrich, 11:40)

FESTIVAL: Das Rock OZ’Ar√®nes-Festival vermeldet einen neuen Stiftungsrat und personelle √Ąnderungen bei der Festival-Leitung. Und: Die Festivalausgabe zum 30-j√§hrigen Jubil√§um wird erneut verschoben – nun auf das kommende Jahr.

Ob das der notwendige Befreiungsschlag ist, bleibt indes offen. Denn: Letzten Oktober gaben die Festivalverantwortlichen unumwunden zu, vor dem finanziellen Abgrund zu stehen. Jetzt sprechen sie in einer Mitteilung von Donnerstag vom „Wind der Ver√§nderung“, der durch die Arena wehen soll. Doch wie der genau aussieht, bleibt wage. Zudem gehen die Verantwortlichen auf Tauchstation: In der Mitteilung verweisen so sie darauf, dass sie nicht kontaktiert werden k√∂nnen. (Avenches VD, 11:35)

WISSENSCHAFT

NANOTECHNOLOGIE: Forschende der Empa und der ETH Z√ľrich haben Nanopartikel-Hybride aus der chemischen Verbindung Ceroxid und Bioglas hergestellt, die in menschlichen Zellkulturen multiresistente Bakterien aufsp√ľren und abt√∂ten. Davon berichten sie im Fachmagazin „Nanoscale“.

Gegen multiresistente Bakterien hilft kaum noch ein Antibiotikum. Dadurch k√∂nnen eigentlich harmlose Infektionen t√∂dlich enden. Einige Bakterienarten wie die sogenannten multiresistenten Staphylokokken (MRSA) verhalten sich √ľberdies besonders trickreich: Sie dringen in K√∂rperzellen ein, wo sie f√ľr das Immunsystem unsichtbar bleiben. (D√ľbendorf ZH/Z√ľrich, 12:33)

PAL√ĄONTOLOGIE: Im Fr√ľhjahr erwacht der Siebenschl√§fer aus seinem tiefen Winterschlaf. Die clevere Strategie, mit der die Tiere lebensfeindliche Zeiten √ľberdauern, haben seine Artgenossen m√∂glicherweise schon vor 34 Millionen Jahren genutzt.

Körperfunktionen drosseln statt ums Überleben kämpfen: Dass gewisse Nagetiere bereits vor 2,6 Millionen Jahren zu Beginn des Quartären Eiszeitalters einen Winterschlaf hielten, wusste man bereits aus Zahnfossilien, wie die Schweizer Nationalfonds (SNF) am Donnerstag mitteilte. (Freiburg, 08:17)

SPORT

NATIONAL LEAGUE: Mark Barberio vom HC Lausanne erh√§lt f√ľr den √ľblen Check gegen Sven Andrighetto von der Disziplinarkommission gleich sechs Spielsperren aufgebrummt.

Der Captain der Waadtländer muss zudem eine Busse von 8900 Franken berappen.

Barberio checkte seinen Freund und ehemaligen WG-Kumpel Andrighetto in der Schlussphase des 4. Spiels im Playoff-Viertelfinal gegen die ZSC Lions in die Bande. In der f√ľnften Partie am Mittwoch, als Lausanne mit einem Sieg in der Serie gegen die Z√ľrcher auf 2:3 verk√ľrzte, war Barberio bereits gesperrt. (Eishockey, 10:39)

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