28 Juli 2021

Die Nachrichtenlage um 14 Uhr

Die Schlagzeilen:

POLITIK

CORONAVIRUS – SCHWEIZ: In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt f├╝r Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 771 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG drei neue Todesf├Ąlle und 17 Spitaleinweisungen. (Bern, 13:33)

CORONAVIRUS – SCHWEIZ: In der Schweiz m├╝ssen gewisse Geimpfte vor der Einreise ins Land oder vor Grossveranstaltungen weiterhin zum Corona-Test. Ein Schweizer Covid-Zertifikat erh├Ąlt gem├Ąss Angaben des Bundes nur, wer mit einem in der Schweiz zugelassenen Wirkstoff geimpft ist.

Die Medienstelle des Bundesamts f├╝r Gesundheit (BAG) best├Ątigte der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Mittwoch entsprechende Informationen des Schweizer Radio und Fernsehens (SRF).

Der Sender hatte den Fall einer Auslandschweizerin publik gemacht, die in Jordanien zweimal mit dem Wirkstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca geimpft worden war und danach trotzdem in der Schweiz kein Zertifikat erhielt. Sie muss sich vor dem Besuch von Grossveranstaltungen weiterhin einem Schnelltest unterziehen. (Bern, 13:03)

ITALIEN: Die italienische Arzneimittelagentur Aifa hat den Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna f├╝r die Altersgruppen zwischen 12 und 17 Jahren freigegeben.

Die technisch-wissenschaftliche Kommission habe die Auffassung der Europ├Ąischen Arzneimittelbeh├Ârde EMA vollst├Ąndig akzeptiert, teilte die Aifa am Mittwoch in Rom mit. Die verf├╝gbaren Daten h├Ątten die Wirksamkeit und Sicherheit des Impfstoffs f├╝r diese Altersgruppe gezeigt.

Die EMA hatte am vergangenen Freitag empfohlen, das Vakzin von Moderna auch Kindern und Jugendlichen ab zw├Âlf Jahren zu spritzen. Die Experten bewerteten die Daten positiv und machten damit den Weg frei. (Rom, 12:40)

EUROPA: Die T├╝rkei hat Sanktionsdrohungen der Europ├Ąischen Union gegen das Land wegen der j├╝ngsten Eskalation im Zypern-Konflikt scharf verurteilt.

„Diese und andere realit├Ątsferne Erkl├Ąrungen, die das t├╝rkisch-zyprische Volk ignorieren und einzig die Sicht der griechischen Seite wiedergeben, haben f├╝r uns weder Wert noch G├╝ltigkeit“, teilte das t├╝rkische Aussenministerium am Dienstagabend mit. „Wir unterst├╝tzen uneingeschr├Ąnkt alle Entscheidungen der Autorit├Ąten der T├╝rkischen Republik Nordzypern.“ (Istanbul, 12:37)

WIRTSCHAFT

KONJUNKTUR: Die Erwartung unter Schweizer ├ľkonomen in Bezug auf die Wirtschaftsentwicklung hat sich im Juli etwas eingetr├╝bt. Das Stimmungsbarometer CS-CFA bleibt aber trotz erneuter Virussorgen im optimistischen Bereich.

Der von der Bank erhobene, vorausschauende CS-CFA-Index f├╝r die Schweiz ist im Juli um 8,5 auf 42,8 Punkte gesunken. Damit notiere er in etwa auf dem Niveau von letztem Sommer, bevor die zweite Coronawelle einen Einsturz herbeif├╝hrte.

Eine derartige Korrektur vermag die neue Delta-Variante des Coronavirus bisher aber nicht auszul├Âsen, erkl├Ąrte die Credit Suisse am Mittwoch. Eine Rezessionsgefahr sei nicht in Sicht. Die Durchschnittsprognosen der Analysten f├╝r das Bruttoinlandprodukt l├Ągen bei 2,88 Prozent f├╝r 2021 und 2,29 Prozent f├╝r 2022. (Z├╝rich, 10:42)

DETAILHANDEL: Im Wettbewerb um die raren Lastwagenfahrer hat die britische Supermarktkette Tesco sich f├╝r einen ungew├Âhnlichen Schritt entschieden. Sie bietet Fahrern, die vor Ende September einen Vertrag mit dem Unternehmen unterschreiben, einen Bonus von 1000 Pfund.

Das Angebot findet sich in verschiedenen Stellenausschreibungen des Unternehmens wieder, wie die britische Nachrichtenagentur PA am Mittwoch berichtete. Supermarktketten, Logistikunternehmen und andere Branchen haben derzeit mit grossen Personalausf├Ąllen zu k├Ąmpfen, weil in Grossbritannien derzeit so viele Menschen an Covid-19 erkrankt sind oder als Kontakte von Infizierten benachrichtigt werden. (London, 10:23)

ARBEITSVERMITTLUNG: Adecco t├Ątigt eine Grossakquisition. Der Personaldienstleister ├╝bernimmt das Unternehmen Akka Technologies, wie er am Mittwoch mitteilte.

Akka ist im Bereich Ingenieur- und Technikberatung t├Ątig. Die Gesellschaft erzielte 2020 einen Umsatz von 1,50 Milliarden Euro. Unter dem Strich resultierte im Coronajahr ein Verlust, im Jahr davor war jedoch eine operative Marge von 8 Prozent und auch unter dem Strich ein Gewinn erzielt worden.

Die Transaktion bewerte das Unternehmen, das den Hauptsitz in Br├╝ssel hat, mit 2 Milliarden Euro, hiess es weiter. Es sei damit die gr├Âsste ├ťbernahme f├╝r Adecco seit dem Zusammenschluss von Adia und Ecco in den Neunzigerjahre. (Z├╝rich, 08:40)

VERMISCHTES

WETTER: Die rekordhohen Regenmengen im Tessin haben zu St├Ârungen im Auto- und Bahnverkehr gef├╝hrt: Seit Mittwochmorgen ist die Autobahn A2 zwischen Lugano und Melide/Bissone wegen Erdrutschen unterbrochen und seit der Nacht die Bahnstrecke von Cadenazzo nach Luino in Italien.

In Teilen des Tessins fiel seit Sonntag aussergew├Âhnlich viel Regen. Demnach gab es in Coldrerio im Mendrisiotto innerhalb von 72 Stunden ├╝ber 350 Millimeter Regen. In einem Durchschnitts-Juli sind es normalerweise rund 120 Millimeter. Im ganzen Juli 2021 gingen in Coldrerio bisher 441 Millimeter Regen nieder – ein Rekord. (Bellinzona, 11:00)

WEINBAU: Das Regenwetter der vergangenen Wochen beg├╝nstigt die Ausbreitung des Falschen Mehltaus in den Schweizer Weinreben. Die Winzer rechnen wegen der Pilzkrankheit mit grossen Ernteausf├Ąllen.

„Es hat noch nie so viel geregnet, soweit wir uns erinnern k├Ânnen“, sagt Pierre-Andr├ę Roduit, Leiter des Walliser Weinbauamtes, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Deshalb habe sich der Falsche Mehltau, eine epidemische Pilzkrankheit, die sich bei nassen und k├╝hlen Bedingungen am wohlsten f├╝hlt, explosionsartig ausgebreitet. (Sitten, 12:36)

DEUTSCHLAND: Nach der Explosion in einer M├╝llverbrennungsanlage in der westdeutschen Stadt Leverkusen geht die Suche nach den Vermissten weiter.

Wie schon am Vorabend w├╝rden im Chempark noch immer f├╝nf Menschen vermisst, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am fr├╝hen Mittwochmorgen. Die Nachl├Âscharbeiten liefen ebenfalls weiter.

Bei dem Ungl├╝ck am Vortag waren nach Angaben von Chempark-Leiter Lars Friedrich vom Dienstagabend mindestens zwei Menschen gestorben. Die Zahl der Verletzten betrug demnach 31. Davon schwebte ein Mensch den Angaben zufolge in Lebensgefahr. Neuere Angaben zu den Verletzten lagen am Mittwochmorgen zun├Ąchst nicht vor. (Leverkusen, 09:47)

KULTUR

BAYERN: Die Klassik-Branche ist nach Einsch├Ątzung der ersten Bayreuther Dirigentin Oksana Lyniv sehr konservativ. „In vielen renommierten Orchestern hat in den 80er-Jahren noch keine Frau mitgespielt.

Etwa in Wien oder in Leipzig. Das ist unm├Âglich“, sagte sie im Interview des „Nordbayerischen Kuriers“. Die 43-J├Ąhrige hatte am Sonntag die Festspielpremiere der Richard-Wagner-Oper „Der fliegende Holl├Ąnder“ dirigiert – als erste Frau in 145 Jahren Festspielgeschichte. „Es ist toll, dass die Bayreuther Festspiele jetzt dieses Zeichen setzen“, sagte sie. „Es ist schon l├Ąngst Zeit. Aber die Klassik-Branche ist sehr konservativ.“ Bayreuth sei zwar sp├Ąt dran – „aber immer noch fr├╝her als bei den Wiener Philharmonikern“. (Bayreuth, 10:11)

BRASILIEN: Der fr├╝here Wohnsitz des Landschaftsarchitekten Roberto Burle Marx in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro ist zum Welterbe ernannt worden.

Der „S├ştio“ sei ein Labor f├╝r botanische und landschaftliche Experimente, das die Arbeit von Burle Marx zusammenfasse, hiess es in einer Mitteilung der Unesco-Vertretung in Bras├şlia am Dienstag (Ortszeit). Das zust├Ąndige Komitee der UN-Organisation f├╝r Bildung, Wissenschaft und Kultur tagt derzeit im chinesischen Fuzhou. Der „S├ştio Burle Marx“, Verm├Ąchtnis des 1994 gestorbenen deutschst├Ąmmigen Landschaftsarchitekten, der als Begr├╝nder des modernen tropischen Gartens gilt, ist demnach die 23. Welterbest├Ątte in Brasilien. (Rio de Janeiro, 09:50)

WISSENSCHAFT

AUSZEICHNUNG: An den internationalen Mathematik-, Physik- und Biologie-Olympiaden haben letzte Woche f├╝nf Sch├╝lerinnen und sieben Sch├╝ler aus der Schweiz Auszeichnungen erhalten. Eine Silbermedaille gab’s in Biologie, dreimal Bronze in Mathematik und einmal Bronze in Physik.

Dazu kamen sieben Ehrenmeldungen, wie die Organisatoren der Schweizer Sektion am Mittwoch mitteilten. In jeder der drei Disziplinen konkurrierten je 600 bis 700 Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler aus 70 L├Ąndern. Die Medaillen wurden mehrfach vergeben. (Bern, 09:23)

SPORT

LEICHTATHLETIK: Der Wirbel um Alex Wilson setzt sich fort. Nach dem aberkannten Europarekord ├╝ber 100 m sieht sich der Sprinter nun Dopingvorw├╝rfen ausgesetzt. Der 30-J├Ąhrige ist f├╝r Olympia provisorisch gesperrt.

Wilson lieferte bereits im M├Ąrz eine positive Dopingprobe ab. Nachgewiesen wurde dem Schweizer Rekordhalter ├╝ber 100 und 200 m die verbotene Substanz Trenbolon, ein anaboles Steroid, das dem Muskelaufbau und der Leistungssteigerung dient. Der Basler f├╝hrt den positiven Test gem├Ąss eigenen Angaben auf kontaminiertes Rindfleisch zur├╝ck, das er in den USA vor dem unangek├╝ndigten Test verzehrt habe. (Leichtathletik, 11:31)

RAD STRASSE: Ist das bitter: Stefan K├╝ng verpasst im olympischen Zeitfahren die angestrebte Medaille ├Ąusserst knapp. Der Thurgauer f├Ąhrt als undankbarer Vierter um lediglich vier Zehntel neben das Podest.

Nach Silber von Marlen Reusser bei den Frauen ist es Stefan K├╝ng wenige Stunden sp├Ąter auf dem Fuji International Speedway fast gelungen, im Kampf gegen die Uhr nachzulegen. Der Zeitfahr-Europameister lieferte sich in seiner Spezialdisziplin mit der Konkurrenz einen enges Rennen um die Medaillen – mit dem schlechten Ende f├╝r den Schweizer. (Rad Strasse, 10:53)

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