26 Mai 2024

Die Nachrichtenlage um 13 Uhr

Die Schlagzeilen:

VERMISCHTES

SCHIFFSBERGUNG: Die Bergung des Dampfschiffes „SĂ€ntis“ im Bodensee ist gescheitert. Das sagte Silvan Paganini, PrĂ€sident des Schiffsbergevereins, am Sonntag auf „BlickTV“. Zuvor war die Bergungs-Plattform auf das Schiff gerast. (Romanshorn TG, 12:19)

PAPUA-NEUGUINEA: Nach dem Erdrutsch in Papua-Neuguinea befĂŒrchtet die Internationale Organisation fĂŒr Migration (IOM) mindestens 670 Tote. Dies sagte der IOM-Missionschef fĂŒr Papua-Neuguinea, Serhan Aktoprak, in einem VideogesprĂ€ch mit dem australischen Sender ABC am Sonntag. Der Erdrutsch hatte sich am frĂŒhen Freitag in einem abgelegenen Hochlandgebiet des pazifischen Inselstaats ereignet. (Port Moresby, 11:30)

SCHIFFSBERGUNG: Die Bergung des Dampfschiffes „SĂ€ntis“ im Bodensee ist gescheitert. Das sagte Silvan Paganini, PrĂ€sident des Schiffsbergevereins, am Sonntag auf „BlickTV“.

Die Bergung ging schief, weil die Bremsen der Seilwinde, welche die Bergung-Plattform zum Schiff auf dem Grund des Bodensees hĂ€tte hinunterlassen sollen, nicht hielten, wie Paganini erklĂ€rte. Mit den mit Luft gefĂŒllten HebesĂ€cken an der Platttform hĂ€tte das Schiff spĂ€ter kontrolliert aufsteigen sollen. (ZĂŒrich, 12:40)

POLITIK

UKRAINE: An der Ukraine-Friedenskonferenz auf dem BĂŒrgenstock sollen die atomare Sicherheit, die Lebensmittelsicherheit und die Freiheit der Schifffahrt sowie humanitĂ€re Aspekte im Zentrum stehen. Es werde um diese drei Themen gehen und nicht um Selenskyjs zehn-Punkte-Plan.

Das Eidgenössische Departement fĂŒr auswĂ€rtige Angelegenheiten (EDA) dementierte damit auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Sonntag indirekt Aussagen der Sprecherin des russischen Aussenministerium von vergangener Woche. Die „Sonntagszeitung“ hatte zuerst darĂŒber berichtet. (Kiew, 11:57)

CHINA: Einen Tag vor ihrem gemeinsamen Gipfeltreffen mit dem sĂŒdkoreanischen PrĂ€sidenten Yoon Suk Yeoul sind die MinisterprĂ€sidenten Japans und Chinas, Fumio Kishida und Li Qiang, in Seoul eingetroffen. Am Sonntag traf sich SĂŒdkoreas PrĂ€sident Yoon Suk Yeol zunĂ€chst mit Li, wie sĂŒdkoreanische Sender berichteten. Auch war ein Treffen Yoons mit Kishida geplant. Bei den EinzelgesprĂ€chen sollte es neben den bilateralen Beziehungen um die Vorbereitung des ersten Gipfels zwischen den drei ostasiatischen WirtschaftsmĂ€chten seit viereinhalb Jahren am Montag gehen. Nach Berichten japanischer Medien war auch ein erstmaliges Treffen Kishidas mit dem neuen chinesischen Regierungschef vorgesehen, der seit MĂ€rz 2023 im Amt ist.

Die Situation in der Region und darĂŒber hinaus habe sich in den Jahren seit dem bisher letzten Dreier-Treffen Ende 2019 dramatisch verĂ€ndert, sagte Kishida der Zeitung „The Japan Times“ zufolge vor seinem Abflug nach Seoul. In diesem Kontext sei es bedeutungsvoll, dass Staats- und Regierungschefs der drei LĂ€nder, die eine grosse Verantwortung fĂŒr den regionalen Frieden hĂ€tten, zusammenkĂ€men, „um ĂŒber die Richtung der Zusammenarbeit“ zu sprechen. (Seoul, 11:18)

RUSSLAND: RettungskrĂ€fte haben am Sonntagmorgen den bei einem verheerenden russischen Luftangriff am Vortag ausgebrochenen Brand in einem Baumarkt der Stadt Charkiw gelöscht. Die Löscharbeiten hĂ€tten mehr als 16 Stunden in Anspruch genommen, teilte der ukrainische Innenminister Ihor Klymenko auf Telegram mit. Seinen Angaben nach hat sich die Opferzahl inzwischen auf zwölf erhöht. Die Zahl der Verletzten bezifferte er auf 43. Zudem wĂŒrden noch 16 Personen vermisst.

Russland hatte am Samstag die Grossstadt im Nordosten der Ukraine aus der Luft angegriffen. Mindestens eine der Gleitbomben explodierte in dem gut besuchten Baumarkt. Zur Zeit der Attacke befanden sich dort rund 200 Menschen. WĂ€hrend das russische MilitĂ€r spĂ€ter behauptete, in dem Kaufhaus sei ein Waffenlager versteckt gewesen, verurteilte der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj den Angriff als „eine weitere Manifestation des russischen Wahnsinns“. Er bat den Westen einmal mehr um die Lieferung von Flugabwehrsystemen, um die Zivilbevölkerung schĂŒtzen zu können. (Charkiw, 10:30)

WIRTSCHAFT

LUFTFAHRT: Die US-Transportsicherheitsbehörde TSA hat am langen Wochenende zum
Feiertag Memorial Day vom Montag eine Rekordzahl von Flugpassagieren
verzeichnet. Am Freitag hatten bereits 2,95 Millionen Menschen die
Sicherheitskontrollen passiert.

In der vergangenen Woche hatte der Branchenverband Airlines for America einen Rekordsommer mit 271 Millionen Passagieren vorhergesagt, ein Plus von 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die US-Gesellschaften planen im Zeitraum vom 1. Juni bis zum 31. August mehr als 26’000 FlĂŒge pro Tag, eine Zunahme von 5,6 Prozent. (Washington, 10:08)

TEXTILINDUSTRIE: Die italienische Edizione-Holding will 260 Millionen Euro fĂŒr die
Umstrukturierung und den Neustart der Modegruppe Benetton zur VerfĂŒgung
stellen. Dies soll entweder durch eine Kapitalerhöhung oder ĂŒber andere
finanzielle Formen erfolgen.

Edizione ist der Mutterkonzern des 1965 gegrĂŒndeten Benetton-Unternehmens. Edizione habe Benetton in den letzten drei Jahren mit 350 Millionen Euro unterstĂŒtzt und werde dies auch in den kommenden Jahren tun, verlautete aus der Holding, die etwa Beteiligungen an Generali und der MailĂ€nder Investmentbank Mediobanca hĂ€lt. (Mailand, 09:38)

KULTUR

FRANKREICH: Der Hauptpreis ging an einen Mann – doch die Gewinnerfilme in Cannes erzĂ€hlen allesamt von starken Frauen. FĂŒr „Anora“ erhielt US-Regisseur Sean Baker am Samstagabend die Goldene Palme der Filmfestspiele. Die Tragikomödie handelt von einer jungen Stripperin, die sich gegen eine russische Oligarchenfamilie zur Wehr setzen muss. Nicht nur in „Anora“, sondern auch in allen weiteren preisgekrönten Werken verfolgen Filmheldinnen ihre Ziele.

Sean Baker widmet Film „allen Sexarbeiterinnen“ (Cannes, 06:42)

WISSENSCHAFT

TIERWELT: So frĂŒh wie nie finden UmweltschĂŒtzer in Teilen Griechenlands Nester von Meeresschildkröten. Wissenschaftler machen den Klimawandel dafĂŒr verantwortlich.

An den WestkĂŒsten Griechenlands ist die Unechte Karettschildkröte Jahr fĂŒr Jahr bei der Eiablage zu beobachten. Jetzt sind UmweltschĂŒtzer besorgt: Bereits am 11. Mai hat die auf Meeresschildkröten spezialisierte griechische Organisation Archelon auf der Insel Zakynthos ein Nest der gefĂ€hrdeten Art entdeckt. Gut eine Woche frĂŒher als in den Jahren zuvor und damit ein klares Zeichen fĂŒr verĂ€nderte Umweltbedingungen, mahnt sie. (Athen, 08:23)