8 Februar 2023

Die Nachrichtenlage um 13 Uhr

Die Schlagzeilen:

VERMISCHTES

SYRIEN: Die Zahl der Todesopfer nach den Erdbeben im syrisch-türkischen Grenzgebiet ist auf mehr als 10 000 gestiegen. Wie der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Mittwoch sagte, liege die Zahl alleine für die Türkei nun bei mehr als 8500. Aus Syrien wurden zuletzt 2270 Tote gemeldet. (Istanbul/Damaskus, 12:06)

GROSSBRITANNIEN: Die britische Royal Mail hat ihr Design für die neuen Briefmarken mit dem Antlitz von König Charles III. vorgestellt. Die neuen Marken sollen ab dem 4. April in den Verkauf gehen, wie die britische Post am Mittwoch ankündigte. Wie bereits seine Mutter Queen Elizabeth II. ist der Monarch darauf scherenschnittartig im Profil zu sehen. Anders als seine Mutter trägt Charles darauf jedoch keine Krone.

Allerdings dürften viele Kunden auch nach Anfang April in Postfilialen noch weiterhin Briefmarken mit dem Antlitz der im September gestorbenen Queen verkauft bekommen. „Der König hat sehr klare Anweisungen gegeben, dass er nicht möchte, dass Dinge geschreddert und Bestände weggeworfen werden“, betonte David Gold von der Royal Mail. „Er sagte ganz klar, dass es keine Eile gibt, egal wie lange es braucht, um die Bestände aufzubrauchen.“ Dies stehe im Einklang mit Charles‘ Überzeugungen als Umweltschützer. (London, 10:28)

SYRIEN: Mindestens 8500 Menschen haben bei der Erdbeben-Katastrophe in der Türkei und Syrien ihr Leben verloren. Und die Schreckensmeldungen neuer Opferzahlen dürften auch zwei Tage nach dem Unglück nicht abreissen. Fieberhaft suchen Helfer derweil weiter nach Menschen unter den Trümmern. Ein Kampf gegen die Zeit – und gegen eisige Temperaturen.

Vor Ort erschwert zudem die politische Lage die Hilfen – so etwa am einzigen offenen Grenzübergang Bab al-Hawa zwischen der Türkei und Syrien. Wegen Strassenschäden verzögere sich dort die Lieferung humanitärer Hilfe, sagten UN-Quellen der Deutschen Presse-Agentur. Aus der Gegend des Grenzübergangs hiess es, einige Hauptstrassen auf dem Weg zur Grenze hätten durch die Beben Risse oder andere Schäden erlitten. (Istanbul/Damaskus, 09:37)

POLITIK

GROSSBRITANNIEN: Bei seinem Überraschungsbesuch in Grossbritannien steht für den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auch eine Audienz im Buckingham-Palast auf dem Programm. König Charles III. werde Selenskyj empfangen, teilte der Buckingham-Palast am Mittwoch mit. (London, 11:48)

SYRIEN: Die Zahl der Todesopfer nach den Erdbeben im syrisch-türkischen Grenzgebiet ist auf mehr als 10 000 gestiegen.

Wie der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Mittwoch sagte, stieg die Zahl alleine für die Türkei nun auf mehr als 8500. Mehr als 49 000 seien verletzt, 6000 Gebäude zerstört. Aus Syrien wurden zuletzt 2662 Tote gemeldet.

Mit einer Stärke von 7,7 bis 7,8 hatte das Beben am frühen Montagmorgen das Gebiet an der Grenze zwischen der Türkei und Syrien erschüttert. Am Montagmittag folgte dann ein weiteres Beben der Stärke 7,5 in derselben Region. (Istanbul, 12:23)

GROSSBRITANNIEN: Bei seinem Überraschungsbesuch in Grossbritannien steht für den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auch eine Audienz im Buckingham-Palast auf dem Programm. König Charles III. werde Selenskyj empfangen, teilte der Palast am Mittwoch mit.

Der Monarch (74) hatte bereits zuvor Zeichen der Unterstützung für die Ukraine gesetzt. So besuchte er im vergangenen Jahr etwa mit der ukrainischen First Lady Olena Selenska ein ukrainisches Willkommenszentrum in London. (London, 12:17)

TÜRKEI – SYRIEN: Die Schweizer Rettungshundeteams haben während der ganzen Nacht auf Mittwoch weiter nach Überlebenden der schweren Erdbeben im Süden der Türkei gesucht. Bis jetzt konnten sie zusammen mit ihrem türkischen Partner 24 Personen lebend retten.

Die Teams hätten im Wechsel gearbeitet, sodass immer jemand draussen gewesen sei, sagte Linda Hornisberger, die Bereichsleiterin Verschütteten-Suche vom Verein für Such- und Rettungshunde (Redog) am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Erholungsphasen für Hunde und Begleitpersonen seien dabei sehr wichtig, um das Risiko von Unfällen zu minimieren. (Bern, 11:41)

WIRTSCHAFT

KONJUNKTUR: Die Geschäftslage von Schweizer Unternehmen hat sich in den letzten Monaten verbessert. Der KOF Geschäftslageindikator für die Schweizer Privatwirtschaft, der aus den Konjunkturumfragen berechnet werde, ist im Januar deutlich gestiegen.

Während sich die Geschäftslage der Unternehmen im Herbst eingetrübt habe, sei nun wieder eine klar positive Tendenz sichtbar, teilte die Konjunkturforscher der ETH am Mittwoch mit.

Auch die Erwartungen für die Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten seien zuversichtlicher als bisher. (Zürich, 09:36)

ÖL: Der Öl- und Energiekonzern Totalenergies hat im vergangenen Jahr deutlich mehr verdient. Die Franzosen profitierten dabei von stark gestiegenen Preisen für Öl und Gas.

Auf Jahressicht stieg der Gewinn unter dem Strich um 28 Prozent auf 20,5 Milliarden US-Dollar, wie der Konzern am Mittwoch in Paris mitteilte. Im Schlussquartal lasteten abermals milliardenschwere Abschreibungen für den Rückzug aus einem russischen Gasunternehmen auf den Ergebnissen.

Bereinigt um Sondereffekte konnte der Energieriese den Gewinn indes auf den Rekordwert von 36,2 Milliarden Dollar verdoppeln. Den Aktionären will der Vorstand eine überraschend hohe Schlussdividende von 0,74 Euro zahlen, sodass die reguläre Ausschüttung auf 2,81 Euro steigt. Hinzu kam bereits im Dezember eine Sonderdividende in Höhe von einem Euro. (Paris, 09:28)

ENERGIE: Die Stromversorgung sowie die Stromnachfrage werden in Zukunft nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) zunehmend vom Wetter abhängen. Dies mache eine schnellere Dekarbonisierung und einen beschleunigten Einsatz sauberer Technologien notwendig.

Dürre und Hitzewellen in Europa, Indien und China hätten zur verstärkten Nutzung von Klimaanlagen im vergangenen Sommer geführt, teilte die IEA in ihrem Strommarktbericht 2023 am Mittwoch mit. Und der Wintereinbruch in den USA habe erhebliche Stromausfälle ausgelöst. (Paris, 08:34)

KULTUR

DEUTSCHLAND: Der deutsche Schriftsteller Gerhard Wolf („Beschreibung eines Zimmers“) ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Das bestätigte eine Sprecherin des Aufbau-Verlags am Mittwoch unter Berufung auf die Familie.

Wolf, Ehemann der renommierten DDR-Schriftstellerin Christa Wolf (1929-2011), starb demnach am Dienstag in Berlin.

Der Schriftsteller und Essayist war seit den fünfziger Jahren auch als Lektor und Verleger aktiv. Wolf galt als Förderer mehrerer Schriftsteller- und Künstlergenerationen. Neben seinen Büchern schrieb er auch Essays zu Literatur und Kunst. Zudem war er für das Theater aktiv. Im Aufbau-Verlag schuf er mit „Ausser der Reihe“ eine Basis für bis dahin in der DDR nicht gedruckte Autorinnen und Autoren. (Berlin, 10:30)

FILM: Die britische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Helen Mirren übernimmt die Hauptrolle im geplanten Film „Switzerland“ um das Leben der US-Bestsellerautorin Patricia Highsmith. Diese hatte ihren Lebensabend bis zu ihrem Tod 1995 im Tessin verbracht.

Die Handlung des geplanten Films dreht sich um Highsmiths bekannte Romanfigur, den Mehrfachmörder Tom Ripley. Dies teilte die Produktionsfirma Filmnation Entertainment mit. Der Handlung zufolge wird Highsmiths Einsamkeit und ihr Leben abseits des Rampenlichts in der Schweiz von einem jungen Literaturagenten unterbrochen, der vom Verlag der Schriftstellerin geschickt wird, um sie davon zu überzeugen, einen letzten Roman der beliebten Serie mit Ripley zu schreiben. (New York, 10:24)

SPORT

SKI ALPIN: Lara Gut-Behrami wird als Super-G-Weltmeisterin entthront. Die Tessinerin verpasst das Podest in Méribel als Sechste um vier Hundertstel.

Neue Weltmeisterin ist Marta Bassino. Die 26-jährige Italienerin siegt elf Hundertstel vor Mikaela Shiffrin und 33 Hundertstel vor Cornelia Hütter und Kajsa Lie, die sich den 3. Platz teilen.

Zweitbeste Schweizerin ist Michelle Gisin im 10. Rang, gefolgt von Joana Hählen (13.). Corinne Suter muss in ihrem ersten Rennen seit dem Sturz in Cortina d’Ampezzo wie Jasmine Flury mit einem Platz deutlich ausserhalb der Top 15 vorliebnehmen. (Ski alpin, 12:39)

NHL: Die San Jose Sharks gewinnen gegen das favorisierte Tampa Bay Lightning 4:3 nach Verlängerung. Der Mann des Spiels ist Timo Meier mit zwei Toren und einem Assist.

Meier schoss den Anschlusstreffer zum 2:3 und war nach zwei Minuten in der Verlängerung erneut erfolgreich. Nach schöner Vorarbeit von Erik Karlsson schob der 26-jährige Ostschweizer zum Auswärtssieg ein. Es waren seine Saisontreffer 29 und 30. Insgesamt steht Meier nach 52 Partien bei starken 51 Skorerpunkten. (Eishockey, 09:33)

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