28 Mai 2024

Die Nachrichtenlage um 11 Uhr

Die Schlagzeilen:

POLITIK

UMWELT: Der St├Ąnderat will den Wohnungsbau in Gebieten mit ├╝berm├Ąssiger L├Ąrmbelastung weiterhin st├Ąrker f├Ârdern als der Nationalrat. Das hat er am Dienstag bei einer erneuten Beratung von ├änderungen des Umweltschutzgesetzes entschieden.

So sollen Wohnbauprojekte bei ├╝berm├Ąssigem L├Ąrm prinzipiell dann bewilligungsf├Ąhig sein, wenn in der Wohnung eine kontrollierte Rauml├╝ftung installiert wird oder wenn bei jeder Wohneinheit die H├Ąlfte der l├Ąrmempfindlichen R├Ąume ├╝ber ein ruhiges Fenster verf├╝gt. Daf├╝r sprach sich der St├Ąnderat am Dienstag aus. (Bern, 09:45)

IRAN: Der fr├╝here General und amtierende Parlamentspr├Ąsident Mohammed Bagher Ghalibaf ist erneut in seinem Amt an der Spitze der iranischen Nationalversammlung best├Ątigt worden. 198 der 290 Abgeordneten stimmten am Dienstag f├╝r den 62 Jahre alten Politiker, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete.

Seine Wiederwahl kommt ├╝berraschend, nachdem ihm bei der diesj├Ąhrigen Parlamentswahl noch eine Niederlage nachgesagt wurde, als er in der Hauptstadt Teheran nur auf Platz vier ins Parlament einzog. Beobachter hatten auch damit gerechnet, dass er nach dem Tod des Pr├Ąsidenten Ebrahim Raisi f├╝r das Amt des Regierungschefs antreten k├Ânnte. (Teheran, 07:59)

GESUNDHEIT: Rund jedes sechste Schulkind war einem Monitoring zufolge im Schuljahr 2022/23 ├╝bergewichtig oder adip├Âs. Das waren leicht weniger als im Jahr davor. Wichtigster Einfluss war weiterhin die soziale Herkunft der Kinder und Jugendlichen.

Gegen├╝ber dem Vorjahr stellte das am Dienstag ver├Âffentlichte Monitoring der Gewichtsdaten der schul├Ąrztlichen Dienste der St├Ądte Basel, Bern und Z├╝rich einen leichten R├╝ckgang des Anteils ├╝bergewichtiger Schulkinder fest, n├Ąmlich um 0,8 Prozentpunkte auf 16,7 Prozent. (Bern, 08:57)

GESELLSCHAFT: In der Schweiz hatte einer Umfrage zufolge fast jeder Dritte schon Streit mit Nachbarn. Die h├Ąufigsten Gr├╝nde waren demnach L├Ąrmbel├Ąstigung, Waschk├╝chen-Probleme, Nichteinhalten der Parkordnung und Grundst├╝ckstreitigkeiten.

43 Prozent der Befragten suchten im Rahmen des Nachbarschaftskonflikts das Gespr├Ąch mit den Nachbarinnen und Nachbarn, 24 Prozent ├Ąrgerten sich im Stillen und 22 Prozent wandten sich an die Hausverwaltung. 7 Prozent riefen die Polizei, wie aus der am Dienstag publizierten Umfrage des Z├╝rcher Instituts Marketagent hervorging. (Z├╝rich, 07:53)

WIRTSCHAFT

BANKEN: Der Verm├Âgensverwalter EFG International hat sich am Dienstag im Rahmen der 4-Monates-Zahlen erneut nicht zu den Ger├╝chten ├╝ber einen m├Âglichen Zusammenschluss mit Julius B├Ąr ge├Ąussert. „Wir kommentieren Marktger├╝chte nicht“, sagte Firmenchef Giorgio Pradelli .

Dies gelte auch f├╝r das Ger├╝cht, er sei ein Kandidat f├╝r den CEO-Posten bei B├Ąr: „Ich bin seit ├╝ber 20 Jahren f├╝r die EFG-Gruppe t├Ątig, und ich habe einen ziemlich guten Job hier“, so Pradelli an einer Telefonkonferenz. (Z├╝rich, 09:30)

K├ťNSTLICHE INTELLIGENZ: Schweizer F├╝hrungskr├Ąfte erachten K├╝nstliche Intelligenz (KI) als Schl├╝ssel zur k├╝nftigen Umsatzsteigerung. Laut einer Studie k├Ânnte die Technologie bis 2030 hierzulande eine zus├Ątzliche Wertsch├Âpfung von 93 Milliarden Franken schaffen.

Die grosse Mehrheit der F├╝hrungskr├Ąfte sieht in der generativen K├╝nstlichen Intelligenz einen wichtigen Treiber f├╝r k├╝nftiges Umsatzwachstum, wie eine am Dienstag publizierte Studie des Beratungsunternehmens Accenture zeigt. Vor allem bei den Finanzdienstleistern werde KI als grosse Chance angesehen. (Z├╝rich, 09:21)

IMMOBILIEN: Inflation und steigende Zinsen hinterlassen ihre Spuren auf dem Schweizer Immobilienmarkt. W├Ąhrend Mieterinnen und Mieter mit Mietzinserh├Âhungen und h├Âheren Nebenkosten konfrontiert sind, steigen bei Wohneigentum die Kosten f├╝r Energie, Reparaturen und Zinsen.

Der Traum vom Einfamilienhaus im Gr├╝nen ist trotz hoher Preise aber nach wie vor weit verbreitet. Gem├Ąss der j├Ąhrlichen Wohntraumstudie von Helvetia und Moneypark sp├╝ren zwei Drittel der Wohneigent├╝merinnen und Wohneigent├╝mer und weit ├╝ber die H├Ąlfte der Mieterinnen und Mieter (58%) die Folgen der von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) eingeleiteten Zinswende. Bei den Mieterinnen und Mietern (42% der Befragten) sind der h├Âhere Referenzzinssatz und steigende Mieten das grosse Thema. (Z├╝rich, 07:13)

KULTUR

FILM: Der Animationsfilmer Claude Barras wird mit dem Locarno Kids Award la Mobiliare ausgezeichnet. Er ist bekannt f├╝r „Ma vie de Courgette“. Sein neuester Film Film „Sauvages“ feierte in Cannes Weltpremiere und wird in Loarno erstmals in der Schweiz gezeigt.

Mit dem Preis werden Pers├Ânlichkeiten gew├╝rdigt, die die j├╝ngeren Generationen f├╝rs Kino begeistern, so die Verantwortlichen. Barras neuer Film „Sauvages“ handelt von einem Orang-Utan, der mit seinen Freunden f├╝r die Rettung der W├Ąlder auf der s├╝dostasiatischen Insel Borneo k├Ąmpft. Der Film behandelt gesellschaftliche, politische und ├Âkologische Themen. (Locarno TI, 09:41)