28 Juli 2021

Die Nachrichtenlage um 10 Uhr

Die Schlagzeilen:

WIRTSCHAFT

ARBEITSVERMITTLUNG: Adecco tätigt eine Grossakquisition. Der Personaldienstleister übernimmt das Unternehmen Akka Technologies, wie er am Mittwoch mitteilte.

Akka ist im Bereich Ingenieur- und Technikberatung tätig. Die Gesellschaft erzielte 2020 einen Umsatz von 1,50 Milliarden Euro. Unter dem Strich resultierte im Coronajahr ein Verlust, im Jahr davor war jedoch eine operative Marge von 8 Prozent und auch unter dem Strich ein Gewinn erzielt worden.

Die Transaktion bewerte das Unternehmen, das den Hauptsitz in Brüssel hat, mit 2 Milliarden Euro, hiess es weiter. Es sei damit die grösste Übernahme für Adecco seit dem Zusammenschluss von Adia und Ecco in den Neunzigerjahre. (Zürich, 08:40)

BANKEN: Die Deutsche Bank hat auch im zweiten Quartal des laufenden Jahres gute Geschäfte gemacht und das beste Zwischenergebnis seit 2015 eingefahren. Vor Steuern standen Ende Juni rund 1,2 Milliarden Euro Gewinn in den Büchern.

Vom Nachsteuergewinn von 828 Millionen Euro müssen noch Zinszahlungen für bestimmte Anleihen abgezogen werden, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Auf die Deutsche-Bank-Aktionäre entfiel daher unter dem Strich ein Gewinn von 692 Millionen Euro. (Frankfurt/Main, 08:06)

POLITIK

INTERNATIONAL: Der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, hat zahlreiche Länder aufgerufen, die Prinzipien der Genfer Flüchtlingskonvention zu verteidigen.

Er sei alarmiert, weil europäische und andere Länder immer öfter versuchten, sich ihren Verpflichtungen zu entziehen, sagte Grandi am 70. Jahrestag der Unterzeichnung der Konvention. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) rief nicht zuletzt die EU zu mehr Einsatz im Kampf gegen Fluchtursachen auf.

Die Genfer Flüchtlingskonvention, einer der wichtigsten Grundpfeiler der internationalen humanitären Zusammenarbeit, wurde am 28. Juli 1951 verabschiedet. Sie garantiert Menschen Schutz und Aufnahme, die in ihrem eigenen Land verfolgt werden. Die Konvention verpflichtet Aufnahmeländer zudem dazu, niemanden dorthin zurückzuschicken, wo ihm Verfolgung droht. In jüngster Zeit wird die Konvention wegen der hohen Zahl von Migranten und Flüchtlingen immer wieder kritisiert. Sie bezieht sich nur auf Verfolgte, nicht auf Menschen, die frustriert anderswo ein besseres Leben suchen. (Genf, 05:26)

VERMISCHTES

WETTER: Im Tessin ist ausserordentlich viel Regen gefallen. Seit der Nacht auf Mittwoch ist die Bahnstrecke von Cadenazzo nach Luino (I) unterbrochen. In Coldrerio im Mendrisiotto wurde der Juli-Regenrekord geknackt, wie SRF Meteo schreibt.

Unwetterschäden sind der Grund für den Bahnunterbruch, wie die SBB in der Nacht auf Mittwoch mitteilte. Alle Züge fallen aus. Gemäss den Angaben sollte die Störung bis Mittwoch um 13.00 Uhr dauern. Es verkehren Ersatzbusse. (Bellinzona, 07:00)

WISSENSCHAFT

AUSZEICHNUNG: An den internationalen Mathematik-, Physik- und Biologie-Olympiaden haben letzte Woche fĂĽnf SchĂĽlerinnen und sieben SchĂĽler aus der Schweiz Auszeichnungen erhalten. Eine Silbermedaille gab’s in Biologie, dreimal Bronze in Mathematik und einmal Bronze in Physik.

Dazu kamen sieben Ehrenmeldungen, wie die Organisatoren der Schweizer Sektion am Mittwoch mitteilten. In jeder der drei Disziplinen konkurrierten je 600 bis 700 Schülerinnen und Schüler aus 70 Ländern. Die Medaillen wurden mehrfach vergeben. (Bern, 09:23)

SPORT

RAD STRASSE: Grosser Erfolg von Marlen Reusser im olympischen Zeitfahren der Frauen in Tokio: Die Berner Olympia-DebĂĽtantin gewinnt nach einem Steigerungslauf die Silbermedaille.

Reusser musste sich auf dem 22 km langen und coupierten Parcours auf und um den Fuji International Speedway nur der Niederländerin Annemiek van Vleuten geschlagen geben. Gegen die zweifache Zeitfahr-Weltmeisterin, die drei Tage zuvor im Strassenrennen bereits die Silbermedaille gewonnen hatte, war nichts auszurichten. Sie wurde mit einem grossen Vorsprung von 56 Sekunden überlegen Olympiasiegerin. (Rad Strasse, 06:31)

LEICHTATHLETIK: Alex Wilson ist für die Olympischen Spiele in Tokio gesperrt. Die Ad-hoc-Division des Internationalen Sportgerichtshof (CAS) belegt den 30-jährigen Basler mit einer provisorischen Sperre.

Diese Sperre steht nicht im Zusammenhang mit dem gestrichenen Europarekord und den beiden Fabelzeiten von Atlanta ĂĽber 100 m und 200 m.

Wie aber die Rennen und die Zeiten von Atlanta ist auch der neue „Fall Alex Wilson“ konfus. Offenbar schon am 28. April legte Antidoping Schweiz Alex Wilson eine provisorische Sperre auf. Anfang Juli hob die Disziplinarkammer fĂĽr Dopingfälle von Swiss Olympic diese Sperre auf. Gegen die Aufhebung der Sperre legten die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und der Leichtathletik-Weltverband (World Athletics) Berufung ein. Diese wurde nun vom CAS gutgeheissen, wodurch die provisorische Sperre wieder in Kraft tritt. (Leichtathletik, 08:03)

CHAMPIONS LEAGUE: Die Young Boys benötigen am Mittwoch im Wankdorf einen deutlich besseren Auftritt als beim 0:0 im Hinspiel, um sich in der 2. Qualifikation der Champions League gegen Slovan Bratislava durchzusetzen.

Es gibt mindestens zwei Punkte, die dafĂĽr sprechen, dass der Schweizer Meister auf dem Weg in die Champions League die dritte und vorletzte Stufe der Qualifikation erreichen wird.

Zwischen den beiden enorm wichtigen Spielen unter den Serienmeistern ihrer Länder konnten die Berner ein weiteres Wettbewerbsspiel unter dem neuen Cheftrainer David Wagner einschalten. Es war der Auftakt zur Super League, der ihnen in Luzern einen 4:3-Sieg in einem spektakulären Match einbrachte. (Fussball, 04:00)

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