20 Mai 2026

Schweiz demontiert Österreich mit 9:0

Nach Deutschland trifft der Schweizer Offensivhammer Österreich noch härter: Gleich mit 9:0 wird der Nachbar an der Eishockey-WM in Zürich vom Eis gefegt.

Die Schweizer Nationalmannschaft stürmt an der Heim-WM wie eine unaufhaltsame Walze durch die Gruppenspiele. Auf das 6:1 gegen Deutschland folgte am Mittwoch ein noch deutlicherer Kantersieg gegen Österreich. Bereits zur zweiten Drittelpause hatten die Schweizer das 6:0 vom letztjährigen Viertelfinal in Herning getoppt.

Der WM-Neuling Théo Rochette eröffnete das Skore mit seinem ersten Treffer in der 7. Minute. In der Folge brauchte der Gastgeber bloss 8:10 Minuten bis zum 4:0. Im mittleren Abschnitt lagen gar nur gut zweieinhalb Minuten zwischen den drei Treffern vom 4:0 zum 7:0. Bemerkenswert: Aus vier Powerplays resultierten vier Tore. Rochette, Nico Hischier und Damien Riat zeichneten sich als Doppel-Torschützen aus, Timo Meier, Calvin Thürkauf und Christoph Bertschy trafen je einmal.

Kein Pius Suter, der leicht angeschlagen pausieren musste? Das wirkte sich nicht im geringsten auf das Schweizer Spiel aus. Attilio Biasca rückte für den NHL-Stürmer der St. Louis Blues in die erste Linie, Nicolas Baechler wurde dafür als 14. Angreifer für das WM-Kader nachgemeldet. Auch Reto Berra sass nach überstandener Lungenentzündung als Ersatzgoalie auf der Bank, der Freiburger Meistergoalie könnte am Donnerstag gegen Grossbritannien zum Einsatz kommen. Der bisher punktelose Aufsteiger wird für das Team von Jan Cadieux noch weniger ein Gradmesser sein als zuletzt Deutschland und Österreich.

Für das Team des Zürcher Cheftrainers Roger Bader, das in Österreich im letzten Jahr zum Team des Jahres gewählt wurde, entwickelte sich das Nachbarschaftsduell erneut zu einem Albtraum. Die Absenzen der National-League-Spieler Vinzenz Rohrer und Dominic Zwerger, beide schon Torschützen im Turnier, machten sich deutlich bemerkbar.

Für ein „Stängeli“, wie man es im letzten Jahr gegen Ungarn geschafft hatte, reichte es knapp nicht. Dafür gelang Goalie Leonardo Genoni der 13. Shutout bei einer WM. Er ist damit neu alleiniger Rekordhalter. Bisher teilte sich Genoni die Bestmarke mit dem Tschechen Jiri Holecek (1966 bis 1978).

Mit nun vier Siegen aus vier Spielen und 22:4 Toren stellt sich für die Schweizer längst nur noch die Frage nach dem Gruppensieg. Die nächsten beiden Gegner Grossbritannien und Ungarn werden kaum Stolpersteine sein, der Abschluss am kommenden Dienstag gegen die ebenfalls noch verlustpunktlosen Finnen dürfte die Entscheidung um den Gruppensieg – und damit einen einfacheren Viertelfinalgegner – bringen. In dieser Verfassung müssen Captain Roman Josi und Co. aber ohnehin keinen Gegner fürchten.

(text:sda/bild:keystone)