19 Januar 2026

Zugunglück in Spanien gibt Rätsel auf – über 30 Tote

In der Nähe von Córdoba im Süden Spaniens kam es am gestrigen Sonntagabend zu einem schweren Eisenbahnunglück. Ein Hochgeschwindigkeitszug auf dem Weg nach Madrid entgleiste und prallte in einen entgegenkommenden Zug. Die Zahl der Toten ist auf mindestens 39 gestiegen, wie der staatliche TV-Sender RTVE am Montagmorgen unter Berufung auf die Polizeieinheit Guardia Civil meldet.

Regionalpräsident Juanma Moreno sagte in den frühen Morgenstunden sichtlich mitgenommen, dass weitere 15 Personen schwer verletzt worden seien. Er schloss nicht aus, dass sich unter den „Trümmerhaufen aus Metall” weitere Leichen befinden könnten. Die Rettungs- und Räumungsarbeiten dauerten die ganze Nacht an.

Die Tragödie hatte sich Stunden zuvor ereignet. Gegen 19:40 Uhr war am Sonntag ein Iryo-Hochgeschwindigkeitszug der italienischen Gesellschaft Trenitalia nahe der Gemeinde Adamuz in der Provinz Córdoba mutmaßlich mit Tempo 300 entgleist und in das benachbarte Gleis geraten, wie die Bahngesellschaft Renfe mitteilte. Gerade zu diesem Zeitpunkt fuhr ein entgegenkommender Hochgeschwindigkeitszug von Renfe dort vorbei und wurde vom anderen Fahrzeug von den Schienen geworfen.

(text:keystone/bild:unsplash)