21 April 2021

Zug und Uri impfen bereits unter 65-jährige

Weil immer h√§ufiger 45 bis 65 Jahre alte Coronainfizierte schwer erkranken, passen die Kantone Zug und Uri ihre Impfstrategien an. Zug √∂ffnet die Impfungen f√ľr die breite Bev√∂lkerung, zieht dabei aber die Gruppe der √úber-45-J√§hrigen vor. Uri bittet neu Personen ab 50 zur Impfung. Im Kanton Zug waren bislang nur Personen, die √§lter als 64 Jahre alt sind oder an einer chronischen Erkrankung leiden, zur Coronaimpfung zugelassen. Aurel K√∂pfli, Sprecher der Gesundheitsdirektion, sagte am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, man habe bemerkt, dass die Anmeldungen f√ľr diese priorisierten Gruppen zur√ľckgingen.

Zug entschied sich deswegen, die Impfungen f√ľr die breite Bev√∂lkerung zu √∂ffnen, aber noch nicht f√ľr die gesamte. Sieht der Impfplan des Bundes bei den Unter-65-J√§hrigen keine Abstufungen mehr vor, f√ľgte der Kanton Zug eine neue Grenze bei 45 Jahren ein. Begr√ľndet wird dies mit der Entwicklung der Coronapandemie. Nahm vor einem Jahr eine Infektion vor allem bei √§lteren Menschen oder Chronischkranken einen schweren Verlauf, sind derzeit vermehrt gesunde Personen im Alter von 45 bis 65 Jahren betroffen. In Absprache mit dem Kantonsarzt habe die Gesundheitsdirektion deswegen entschieden, diese Altersgruppe bei der Impfung zu priorisieren, sagte K√∂pfli.

Der Kanton Zug hofft mit dieser Strategieanpassung, schwere Krankheitsverl√§ufe zu verhindern. Auch solle damit das Gesundheitssystem entlastet werden, teilte die Gesundheitsdirektion mit. Einen √§hnlichen Weg wie Zug beschreitet Uri, das am Mittwoch die Coronaimpfung f√ľr alle √ľber 50-J√§hrigen √∂ffnete. Der Sonderstab Covid-19 begr√ľndete dies in einer Mitteilung ebenfalls mit den zunehmenden Hospitalisationen von Personen zwischen 50 und 60 Jahren.

(text: mf/bild: pexels)