18 April 2024

Lausanne bezwingt die ZSC Lions und gleicht die Finalserie zum 1:1 aus

Die ZSC Lions k├Ânnen in diesen Playoffs doch verlieren. Lausanne gleicht in der Finalserie gegen die Z├╝rcher mit einem verdienten 4:2-Sieg zum 1:1 aus.

F├╝r einmal gelang es den ZSC Lions nicht, ein Spiel nach R├╝ckstand noch zu drehen. Im zehnten Spiel in diesen Playoffs der National League mussten sie erstmals als Verlierer vom Eis. Damit ist der Final so richtig lanciert, am Samstag ist von den Z├╝rchern zuhause eine Reaktion gefordert.

Nachdem Sven Andrighetto fr├╝h im Schlussdrittel mit seinem zweiten Treffer des Abends ausgeglichen hatte, gelang Lausanne in der 50. Minute der entscheidende Lucky Punch. ZSC-Verteidiger Christian Marti konnte einen Puck an der offensiven blauen Linie nicht kontrollieren, Robin Kovacs zog blitzschnell davon und Damien Riat vollendete dessen pr├Ązisen Pass. Es war ein verdienter Lohn f├╝r die Lausanner, die ├╝ber weite Strecken ein wenig energischer und zielstrebiger auftraten.

Zwei Minuten vor Schluss verpasste Kovacs die Siegsicherung, als Simon Hrubec seinen Abschluss an den Pfosten lenkte. Wenig sp├Ąter holte dies Raffl in ├ťberzahl nach. Nun wird sich zeigen, wie der klare Favorit ZSC auf diesen erstmaligen R├╝ckschlag reagieren kann.

Die ersten 60 Minuten am Dienstag hatten gen├╝gt, um beide Teams in Finalstimmung zu bringen. Im Spiel 2 brauchte keiner eine Anlaufzeit, vor allem nicht die Z├╝rcher. Nach gerade mal knapp dreieinhalb Minuten konnte Sven Andrighetto ziemlich ungehindert auf Lausannes Goalie Connor Hughes und bezwang diesen mit einem wuchtigen Schuss in die obere Ecke.

Lausannes Leitl├Âwe Michael Raffl liess sich vom R├╝ckstand wenig beeindrucken. „Wir m├╝ssen und wir werden besser spielen“, hatte er nach der durchaus schon starken Leistung beim 1:2 in Z├╝rich versprochen – und der ├Âsterreichische NHL-Veteran hielt Wort. Mit einem beinharten, aber korrekten Check in der Ecke nahm er Mikko Lehtonen den Puck ein und stand nach einer sehenswerten Kombination ├╝ber Tim Bozon und Ken J├Ąger wieder bereit, um ins leere Tor einzuschieben. Immerhin konnte Lehtonen ab dem zweiten Drittel wieder aufs Eis zur├╝ckkehren.

Am st├Ąrksten trumpften die Lausanner im Mitteldrittel auf, als sie die gegnerischen Lions regelrecht in deren Abwehrdrittel einschn├╝rten. Die Belohnung kam gut zwei Minuten vor der zweiten Pause durch Bozons F├╝hrungstreffer. Unter anderem traf Th├ęo Rochette noch die Latte.

Coach Geoff Ward konnte wieder auf den am Dienstag krank fehlenden schwedischen Verteidiger Christian Djoos z├Ąhlen und so die Eiszeit etwas gleichm├Ąssiger verteilen. So reichte die Energie bis zum Ende.

(text:sda/bild:keystone)