27 April 2023

Zahl der k├╝nstlichen Befruchtungen in der Schweiz nimmt zu

Knapp 2500 Kinder sind in der Schweiz nach k├╝nstlicher Befruchtung zur Welt gekommen. Das sind 13 Prozent mehr als im Vorjahr, wie neue Zahlen des Bundesamts f├╝r Statistik (BFS) vom Donnerstag zeigen.

Jedes dreissigste im Jahr 2021 geborene Kind entstand demnach durch In-vitro-Fertilisation, bei der Labormedizinerinnen und -mediziner ausserhalb des K├Ârpers weibliche Eizellen mit m├Ąnnlichen Spermien befruchten.

Insgesamt nahmen 2021 rund 6900 Paare medizinische Hilfe f├╝r den Kinderwunsch in Anspruch. Das entspricht einem Anstieg von 11 Prozent gegen├╝ber dem Vorjahr. Bei 111 Paaren wurden die In-vitro-Fertilisations-Behandlungen im Jahr 2021 mit einer Samenspende durchgef├╝hrt und es wurden in der Folge 60 Kinder lebend geboren.

Deutlich zur├╝ckgegangen im Vergleich mit fr├╝heren Jahren sind dagegen die Mehrlingsgeburten nach Schwangerschaften mit medizinischer Unterst├╝tzung. Waren es 2017 noch ├╝ber 15 Prozent bei den Geburten, sind es 2021 nur noch 4 Prozent.

Die Mehrheit der Frauen, die eine k├╝nstliche Befruchtung in Anspruch genommen haben, waren im Alter zwischen 35 und 39 Jahren. Insgesamt variierte das Alter der Frauen zwischen 20 und 51 Jahren, w├Ąhrend bei den M├Ąnnern die Spanne von 22 bis 74 Jahren reichte.

Der Hauptgrund f├╝r eine k├╝nstliche Befruchtung war Unfruchtbarkeit. Mehr als 98 Prozent der Erstbehandlungen wurden aus diesem Grund durchgef├╝hrt. Bei den restlichen zwei Prozent wurde die k├╝nstliche Befruchtung wegen der Gefahr der ├ťbertragung einer schweren Krankheit durchgef├╝hrt.

Die Unfruchtbarkeit betraf in rund 35 Prozent der F├Ąlle den Mann, bei 27 Prozent der Paare stand die Unfruchtbarkeit der Frau im Fokus. In den ├╝brigen F├Ąllen lag die Unfruchtbarkeit bei beiden Partnern vor oder die Ursache war unklar.

(text&bild:sda)