11 Mai 2023

Zahl der Hackerangriffe in der Schweiz drastisch gestiegen

Das Internet bleibt im Visier Krimineller. So hat sich die Zahl der Hackerangriffe in der zweiten HĂ€lfte 2022 nahezu verdoppelt verglichen mit den ersten sechs Monaten. Das geht aus dem Halbjahresbericht des Nationalen Zentrums fĂŒr Cybersicherheit (NCSC) hervor.

Insbesondere Social Media-Accounts seien bei Hackern ein beliebtes Ziel, um beispielsweise die Nutzerinnen und Nutzer zu erpressen oder die gehackten Accounts fĂŒr das Vertreiben von Werbung fĂŒr Investitions-Betrug zu verwenden, schreibt das NCSC in einer Mitteilung vom Freitag.

Insgesamt erhielt das Zentrum fĂŒr Cybersicherheit im vergangen Jahr 34’527 Meldungen. Davon stammen 85 Prozent aus der Bevölkerung und die restlichen 15 Prozent von Unternehmen, Vereinen und Behörden.

Die Meldungen betreffen verschiedenste Betrugsformen. Dabei machen gefÀlschte Drohmails im Namen von Strafverfolgungsbehörden, sogenannte Fake-Extortion-E-Mails, fast ein Drittel der Meldungen aus. Weitere hÀufig gemeldete Betrugsformen sind CEO-Betrug sowie Rechnungsmanipulationsbetrug.

Die Meldungen zu Ransomware seien konstant geblieben und machten fast die HĂ€lfte aller Meldungen in der Kategorie Schadsoftware aus. Etwa ein Drittel betreffe Privatpersonen, zwei Drittel Unternehmen.

Gerade bei kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) werde die Cybersicherheit noch zu wenig ernst genommen, warnt das NCSC, obwohl die Digitalisierung voranschreite.

Zahlreiche Computer seien ĂŒber Netzwerkschnittstellen miteinander verbunden. Prozesse wie Bestellungsabwicklung, Planung, Produktion und Logistik wĂŒrden immer mehr ineinander greifen und digital gesteuert. Dadurch steige die Zahl der Systeme, die aus dem Internet zugĂ€nglich seien und somit bestmöglich geschĂŒtzt werden sollten.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)