12 Februar 2023

Zahl der Erdbebenopfer schon bei mehr als 30 000

Fast eine Woche nach der Erdbeben-Katastrophe im tĂŒrkisch-syrischen Grenzgebiet ist die Zahl der Toten auf mehr als 30 000 gestiegen. Alleine in der TĂŒrkei liege die Zahl bei 29 605, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag unter Berufung auf die Katastrophenschutzbehörde Afad. Aus Syrien wurden zuletzt 3575 Tote gemeldet.

Es werden noch Tausende weitere Opfer befĂŒrchtet. UnzĂ€hlige HĂ€user sind bei der Naturkatastrophe zerstört worden.

Nach SchĂ€tzungen der Vereinten Nationen könnte die Zahl noch auf 50 000 oder mehr steigen. Der UN-Nothilfekoordinator Martin Griffiths sagte dem Sender Sky News am Sonntag im Erdbebengebiet Kahramanmaras, SchĂ€tzungen seien schwierig, aber die Zahl der Todesopfer könnte sich „verdoppeln oder mehr“. „Und das ist erschreckend“, sagte er.

Die betroffenen Gebiete waren zunĂ€chst schwer zugĂ€nglich, mit dem Fortschreiten der Bergungsarbeiten steigen die Opferzahlen. Es gibt kaum noch Chancen, Überlebende unter den TrĂŒmmern zu finden.

Am frĂŒhen Montagmorgen hatte ein Beben, dessen StĂ€rke das Deutsche Geoforschungszentrum (GFZ) mit 7,7 angibt, das tĂŒrkisch-syrische Grenzgebiet erschĂŒttert. Am Montagmittag folgte dann ein weiteres Beben der StĂ€rke 7,6 in derselben Region. In den Tagen danach gab es laut tĂŒrkischen Angaben mehr als 2000 Nachbeben.

Im BĂŒrgerkriegsland Syrien ist der Norden betroffen. Von dort gibt es nur spĂ€rlich Informationen ĂŒber die Lage. In der TĂŒrkei gab es in zehn Provinzen schwere SchĂ€den durch die Beben. Dort ist inzwischen ein dreimonatiger Ausnahmezustand in Kraft getreten.

Im SĂŒden der TĂŒrkei wurden mehrere Haftbefehle erlassen. Die Beschuldigten sollen fĂŒr BaumĂ€ngel verantwortlich sein, die den Einsturz der GebĂ€ude begĂŒnstigt hĂ€tten, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf Strafverfolger.

(text:sda/bild:keystone)