16 Mai 2024

Trotz Sieg noch keine YB-Meisterparty

Die Young Boys stehen auch nach der drittletzten Runde der Super League noch nicht als Meister fest. Der Titelverteidiger gewinnt zwar gegen St. Gallen nach R├╝ckstand 3:1, doch auch Verfolger Lugano erf├╝llt gegen Winterthur seine Pflicht.

Nicht wenige der 30’084 Zuschauer kamen am Donnerstagabend in der Erwartung auf eine Meisterfeier ins Wankdorf. Sie sahen – dank der Treffer von Meschack Elia (51. Minute) und Cedric Itten (71./94.) – auch den erhofften Heimsieg gegen St. Gallen. Doch die Korken durften nicht knallen, weil Verfolger Lugano gegen Winterthur ebenfalls gewann (4:2).

Die Meisterfeier fiel an diesem verregneten Abend im Wankdorf also ins Wasser. Doch spannend wird das Titelrennen, das phasenweise einem Schneckenrennen glich, gleichwohl nicht mehr. Die Young Boys gehen nun mit einem Polster von sechs Punkten in die letzten beiden Partien gegen Servette (ausw├Ąrts) und Winterthur (zuhause) und ben├Âtigen dank dem wesentlich besseren Torverh├Ąltnis (+38 zu +19) nicht einmal zwingend noch einen Punkt.

Gegen St. Gallen verhinderten die Young Boys nach fr├╝hem R├╝ckstand, dass sie nach dem 0:1 gegen Lugano am letzten Wochenende zum ersten Mal seit mehr als sieben Jahren zwei Heimspiele in Folge verloren. Dabei h├Ątte eine Heimniederlage gegen St. Gallen fast schon historische Tragweite gehabt: Es w├Ąre der erste Ausw├Ąrtssieg der Ostschweizer bei den Young Boys seit dem 3:2 am 20. M├Ąrz 2005 gewesen.

Jovan Milosevic, der in St. Gallens Zweiersturm den verletzten Willem Geubbels vertrat, traf bei seinem zweiten Startelf-Einsatz nach dem tempor├Ąren Winter-Wechsel vom VfB Stuttgart bereits 161 Sekunden nach dem Anpfiff. Die massgeschneiderte Flanke kam von seinem Sturmpartner Chadrac Akolo.

Die Antwort der Gastgeber liess vor allem deshalb auf sich warten, weil die YB-Akteure im Abschluss die Pr├Ązision vermissen liessen und Silv├Ęre Ganvoula (7.), Cheikh Niasse (11.) und Jaouen Hadjam (29.) das Tor zun├Ąchst ebenso verfehlten wie Kastriot Imeri, einer von vier Neuen in YBs Startformation nach der Niederlage gegen Lugano. Erst nach dem Seitenwechsel m├╝nzte YB seine Offensiv-Qualit├Ąten in Form zweier Kopfballtore zum 2:1 und Ittens Konter zum Schlussresultat schliesslich in Tore um. Zudem verhinderte Saidy Janko vor dem dritten Treffer auf der Linie St. Gallens Ausgleich durch Bastien Toma.

(text:sda/bild:keystone)