23 August 2021

Wildschweine, Steinböcke und Rothirsche breiten sich aus

Im Jagdjahr 2020 sind in der Schweiz 76’695 Wildhuftiere erlegt worden. Wildschweine, Steinböcke und Rothirsche breiten sich laut der neusten Jagdstatistik in der Schweiz laufend aus. Die BestĂ€nde von Reh und GĂ€mse sind hingegen stabil.

Das Jagdjahr 2020 zeichnete sich als durchschnittliches Jahr aus, wie das Bundesamt fĂŒr Umwelt (Bafu) am Montag mitteilte. Die neusten Zahlen zu den erlegten Wildhuftieren entsprechen laut der von Wildtier Schweiz durchgefĂŒhrten eidgenössischen Jagdstatistik dem FĂŒnfjahresdurchschnitt. Das Jagdjahr 2020 dauerte in den meisten Kantonen von Anfang April 2020 bis Ende MĂ€rz 2021.

Nach einem Einbruch im schneereichen Jagdjahr 2018 habe die Zahl Steinböcke wieder zugenommen und verzeichnete in diesem Jahr „einen Rekord seit deren Ausrottung in der Schweiz“. Laut Mitteilung handelt es sich dabei um „eine Erfolgsgeschichte“.

Weniger erfreulich seien aber die hohen Zahlen an tot aufgefunden FĂŒchsen, die an Krankheit, Alter und SchwĂ€che gestorben seien. Es handle sich um den zweithöchsten Wert seit Messbeginn im Jahr 1968. Die RĂ€ude und die Staupe grassierten in der Schweiz in gewissen Regionen stark.

Die Zahl der erlegten Wildschweine stieg im Jagdjahr 2020 auf 8313. Zum Vergleich: 2011 wurden noch 4263 Wildschweine in der Statistik erfasst. Die neuste Jagdstatistik listet zudem 13’935 erlegte Rothirsche auf. 2011 waren es mit 9462 deutlich weniger gewesen.

(text:sda/bild:unsplash)