6 August 2021

Wieder Leder f├╝r die Schweizer Staffel

Die Schweizer 4×100-m-Staffel verpasst in Tokio einen Exploit und die erhoffte Olympia-Medaille. Zum dritten Mal bleibt dem Schweizer Quartett der undankbare 4. Rang.

Nach den Weltmeisterschaften in Doha 2019 und den Europameisterschaften in Berlin im Jahr davor geht die Schweizer Frauenstaffel auch in Tokio in Sachen Medaillen leer aus. In 42,08 Sekunden mussten sich Riccarda Dietsche, Ajla Del Ponte, Mujinga Kambundji und Salom├ę Kora dem britischen Staffel-Quartett im Kampf um Bronze um zwei Zehntel geschlagen geben.

Im Final blieben die Schweizerinnen drei Hundertstel ├╝ber ihrem im Vorlauf aufgestellten Schweizer Rekord. Eine unsaubere Stab├╝bergabe beim letzten Wechsel von Kambundji auf Kora kostete den Schweizerinnen wohl eine neuerliche Verbesserung der eigenen Bestmarke, der Gewinn der ersten Schweizer Olympia-Medaille in der Frauen-Leichtathletik w├Ąre allerdings auch bei einem perfekten Lauf kompliziert geworden.

„Es war ein schwieriger Wechsel“, sagte Kambundji, die wom├Âglich auf den letzten Metern etwas verkrampfte. Schlussl├Ąuferin Kora musste das Tempo drosseln und konnte nicht voll beschleunigen. Dementsprechend entt├Ąuscht war das Schweizer Quartett. „Im Gegensatz zu Doha, als wir uns ├╝ber den 4. Platz freuten, ist die Stimmung jetzt eine andere“, sagte Kora. Sie und ihre Kolleginnen waren mit dem Ziel nach Tokio gereist, eine Medaille zu gewinnen.

In souver├Ąner Manier sicherten sich die Topfavoritinnen aus Jamaika in einer Zeit von 41,02 Sekunden den Olympiasieg. F├╝r Elaine Thompson-Herah war es die dritte Goldmedaille an diesen Spielen. Silber ging an die USA.

(text:sda,bild:archiv)