25 April 2026

Wie weiter mit der Kollektivunterkunft für Asylsuchende in Kandersteg?

Der Kanton konnte bei der gestrigen Informationsveranstaltung in Kandersteg zur geplanten Asylunterkunft die Bevölkerung nicht zufriedenstellen. Die Haltung der Gemeinde sei eindeutig, sagt René Mäder, Gemeinderatspräsident von Kandersteg: Man sei nicht grundsätzlich gegen die Aufnahme von Asylsuchenden, jedoch nicht in diesem Ausmass. Die rund 200 geplanten Plätze seien für Kandersteg zu viel. Sollte der Kanton die Zahl nicht deutlich nach unten korrigieren, sehe man sich gezwungen, den Entscheid mit allen möglichen rechtlichen Mitteln im Rahmen der Baupublikation zu bekämpfen.

Gundekar Giebel von der Berner Gesundheitsdirektion erklärt, dass solche Informationsveranstaltungen wie die gestrige in Kandersteg vor allem dazu dienen, Meinungen und Befürchtungen aus der Bevölkerung aufzunehmen und vor Ort zu besprechen. Im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine hat der Kanton Bern rund 60 Kollektivunterkünfte eingerichtet und konnte so viele Erfahrungen sammeln. Aus der Bevölkerung ergeben sich immer wieder dieselben Fragen zur Sicherheit, zur Schule und zu den Kosten. Dem Kanton Bern und Kandersteg stehen somit weitere Gespräche bevor, bis eine zufriedenstellende Lösung gefunden ist.

(text:ath/bild:m.fildza fadzil, unsplash)