31 Juli 2021

Wie Desplanches: No├Ę Ponti gewinnt ebenfalls Bronze

No├Ę Ponti l├Ąsst sich von J├ęr├ęmy Desplanches‘ Medaille inspirieren. Keine 24 Stunden nach dem Genfer sorgt der Tessiner mit Bronze ├╝ber 100 m Delfin f├╝r das n├Ąchste Schweizer Schwimm-Highlight.

No├Ę Ponti sorgt mit seiner als sensationell zu wertenden Leistung am achten Wettkampftag f├╝r die bereits zehnte Schweizer Medaille an den Olympischen Spielen in Tokio – und nur 24 Stunden nach J├ęr├ęmy Desplanches ├╝ber 200 m Lagen f├╝r die zweite Schweizer Bronzemedaille im olympischen Becken.

Zuvor hatte es an Olympischen Spielen erst eine Medaille eines Schweizer Schwimmers gegeben: 1984 in Los Angeles gewann Etienne Dagon ├╝ber 200 m Brust Bronze. Danach dauerte es bis zu Desplanches‘ Bronze 37 Jahre, weil auch eine Ausnahmeathletin wie Europameisterin Flavia Rigamonti an Olympia immer gl├╝cklos agierte.

Nach seinem Exploit tags zuvor im Halbfinal hatte sich Ponti dahingehend ge├Ąussert, dass die ersten zwei Pl├Ątze vergeben seien und sechs Schwimmer um Bronze k├Ąmpfen w├╝rden. Im Final im Tokioter Aquatics Centre best├Ątigte sich die Aussage des 20-J├Ąhrigen aus Gambarogno zu 100 Prozent.

Zwei Konkurrenten sollten tats├Ąchlich in einer eigenen Liga um den Sieg schwimmen, der Rest des Feldes lag im Kampf um Platz 3 eng zusammen. Caeleb Dressel, bereits Weltmeister in dieser Disziplin, war dabei einmal mehr nicht zu schlagen. Der Sprintstar aus Florida unterbot in 49,45 seinen eigenen Weltrekord um f├╝nf Hundertstel.

Dressel, der in Tokio schon dreimal Gold holte, sah sich allerdings hart gefordert von Kristof Milak. Der ungarische Europameister und 200-m-Delfin-Olympiasieger stellte in 49,68 Europarekord auf.

Auch Olympia-Deb├╝tant Ponti – wie tags zuvor im Halbfinal an der Seite Dressels – schwamm neuerlich Rekord. In 50,74 blieb er nochmals um zwei Hundertstel unter seiner im Halbfinal aufgestellten nationalen Bestmarke. Vor den Olympischen Spielen lag sein Schweizer Rekord bei 51,15, welchen er im Dezember in Rotterdam erreicht hatte.

Ponti, im Juli 2019 Junioren-Europameister ├╝ber 50 m Delfin geworden, distanzierte den viertklassierten Russen Andrej Minakow um 14 Hundertstel. Auch der Pole Jakub Majerski und der Australier Matthew Temple – beide in 50,92 ex-aequo F├╝nfte – lagen weniger als zwei Zehntel hinter dem Schweizer Youngster.

Die letzten zwei Jahre trainierte Ponti im Leistungszentrum Tenero bei Nationaltrainer Massimo Meloni. Nach den Spielen disloziert der Olympia-Dritte in die USA. Er wird k├╝nftig an der North Carolina State University Wirtschaft studieren.

Pontis Aussage bewahrheitet sich

Wieder Schweizer Rekord

(text:sda, bild:archiv)