14 November 2021

Wie benutzendenfreunlich sind die Webseiten Berner StÀdte?

Der Digitale StĂ€dtemonitor der ZĂŒrcher Hochschule der angewandten Wissenschaften (ZHAW) bewertet die Webseiten von 171 Schweizer StĂ€dten und stĂ€dtisch geprĂ€gten Gemeinden. Dabei geht es etwa um Inklusion, Nutzendenfreundlichkeit oder QualitĂ€t der digitalen KommunikationskanĂ€le zwischen BĂŒrger:innen und Verwaltung. Den Spitzenplatz belegt die Stadt Bern. Die grösste OberlĂ€nder Stadt, Thun, landet auf dem 39. Platz, hinter teilweise weit kleineren Berner Gemeinden wie Lyss (15.), Köniz (20.) , MĂŒnsingen (33.) oder Steffisburg (38.). Bern habe ein sehr gutes Angebot, eine ĂŒbersichtliche, schnelle Website mit Open-Data-Angeboten, einem BĂŒrgerkonto und verschiedenen intergierten Serviceleistungen, erklĂ€rt Alexander Mertes von der ZHAW, ausserdem sei die Webseite barrierefrei. Aber auch die Website der Stadt Thun habe ihre StĂ€rken, so gĂ€be es viele Zahlungsmöglichkeiten, sie sei Smartphone-optimiert und habe einen Onlineschalter. Trotzdem könne man hier noch etwas ausbauen, so Mertes weiter, und sich beispielsweise an Bern orientieren.

Wird die Stadt Bern also Vorbild fĂŒr die Websites der Schweizer Gemeinden? Der Berner Stapi Alec von Graffenried winkt ab: Zwar habe man sich ĂŒber die Spitzenplatzierung gefreut, sei aber auch ins GrĂŒbeln gekommen. Man habe intern die Stadtberner Website angeschaut und Handlungsbedarf gesehen. Dass die Stadt Bern mit einer etwas baufĂ€lligen Seite den Spitzenplatz erlangt habe, lasse auch tief blicken, so von Graffenried gegenĂŒber Radio BeO. Darum wolle man sich in Bern auch nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern punkto Digitalisierung auf gut Berndeutsch gesagt, «vorwĂ€rts mache». Man habe sich in diesem Zusammenhang auch bereits gefragt, wie wichtig die Website ĂŒberhaupt noch sei, oder ob nicht auch andere KanĂ€le, wie die sozialen Medien, zunehmend wichtiger wĂŒrden, erklĂ€rt von Graffenried. Das Wichtigste in Sachen Digitalisierung sei, dass das ganze «gĂ€big» sei, ist von Graffenried ĂŒberzeugt. Und hier gebe es noch viel zu tun, darum habe die Stadt Bern mit Thun, Biel/Bienne und Köniz sowie dem Kanton zusammengespannt um eine Lösung zu bauen, die im Sinne der ServicequalitĂ€t möglichst simpel und praktisch ist. GrundsĂ€tzlich gĂ€be es bei der öffentlichen Hand bei der Digitalisierung noch Luft nach oben. Das sieht auch Alexander Mertes so: Gerade bei digitalen Dienstleistungen seinen die grossen StĂ€dte im Ausland teilweise um einiges weiter. Die Digitalisierung dĂŒrfte die Berner Gemeinden also noch eine ganze Weile beschĂ€ftigen.

(text&bild:cs)