7 Mai 2023

Westschweizer St├Ądte machen Front gegen Fahrplan 2025

Die Westschweizer St├Ądte Genf, Neuenburg, Yverdon VD und La Chaux-de-Fonds NE bek├Ąmpfen den am Freitag vorgestellten Fahrplanentwurf 2025 f├╝r die Westschweiz gemeinsam. Ein Dorn im Auge ist ihnen die Streichung der direkten Verbindung zwischen dem Jurabogen und Genf.

Die vier St├Ądte wollen am Montag einen gemeinsamen Appell gegen den Fahrplan lancieren. Der am Freitag vorgestellte Fahrplan f├╝r die Westschweiz sei inakzeptabel und bringe eine wesentliche Verschlechterung der Verkehrsverbindungen zwischen den Regionen mit sich, best├Ątigte Brenda Tuosto, Stadtr├Ątin von Yverdon-les-Bains, am Sonntag auf Anfrage einen Bericht der Westschweizer Sonntagszeitung „Le Matin Dimanche“.

Die vier St├Ądte, die mit ihrem Anliegen vom Flughafen Genf unterst├╝tzt werden, beklagen die Einf├╝hrung eines Bahnnetzes „mit zwei Geschwindigkeiten“. Sie bef├╝rchten einen Attraktivit├Ątsverlust der Bahn und eine Verlagerung auf die Strasse.

Die SBB, das Bundesamt f├╝r Verkehr sowie die Kantone werden aufgefordert, ihren Entscheid zu ├╝berdenken und innerhalb einer vern├╝nftiger Frist Alternativen vorzulegen. Um ├╝ber f├╝r alle tragbare L├Âsungen zu diskutieren, regen die St├Ądte einen „Runden Tisch“ an.

Die SBB und die Westschweizer Verkehrskonferenz hatten am Freitag bekannt gegeben, dass sie sich auf eine Neugestaltung des SBB-Fahrplans ab 2025 in der Westschweiz geeinigt h├Ątten. Ziel sei es, die P├╝nktlichkeit zu verbessern und gleichzeitig die Erneuerung der Bahninfrastruktur voranzutreiben.

Der neue Fahrplan soll ab 15. Dezember 2024 gelten. Die Fahrzeiten der meisten Strecken werden verl├Ąngert, um die P├╝nktlichkeit zu verbessern. Gleichzeitig soll Renens VD zu einem Umsteigebahnhof f├╝r Fernverkehrsz├╝ge werden. Das Angebot zwischen dem Jurabogen und Genf wird zwar verdoppelt, die Reisenden werden aber in Renens umsteigen m├╝ssen mit Ausnahme von einigen Direktverbindungen w├Ąhrend der Hauptverkehrszeiten.

(text:sda/bild:unsplash)