5 Juni 2026

Werden Grundbuchämter doch zentralisiert?

Die Frage, ob die Grundbuch-Dienststellen in Interlaken und Frutigen gestärkt oder geschwächt werden, beschäftigt aktuell die Politik im Berner Oberland. Im Kontext eines bereits im Jahr 2017 angenommenen Vorstosses des SVP-Grossrats Thomas Knutti, der eine gezielte Stärkung der dezentralen Standorte von Regierungsstatthalter- und Grundbuchämtern forderte, musste der Regierungsrat nun Stellung beziehen. Auf eine Nachfrage der SVP-Parlamentarierin Stefanie Gartenmann räumte der Regierungsrat ein, dass in den vergangenen Jahren insgesamt 2,5 Vollzeitstellen von den regionalen Standorten nach Thun verlagert wurden. Diese Entwicklung wird jedoch vom Regierungsrat relativiert: Er betont, dass das eigentliche Kerngeschäft des Grundbuchbereichs auch in Zukunft weiterhin in den regionalen Ämtern vor Ort ausgeübt wird. Bei den Verschiebungen handle es sich lediglich um die Bündelung gewisser Sonderfunktionen in Thun, was primär der Steigerung der betrieblichen Effizienz diene, ohne die regionale Verankerung der Grundbuch-Dienststellen grundsätzlich infrage zu stellen.

(text:chl/symbolbild:unsplash)