28 Juni 2021

Weniger Kahlschlag in Berner W├Ąldern gefordert

Der SVP Grossrat Fritz Ruchti fordert den Berner Regierungsrat dazu auf, bei der Waldbewirtschaftung im Kanton Bern wieder die die gesetzlichen Vorgaben der kantonalen Waldgesetzgebung einzuhalten.

Die Waldbewirtschaftung habe sich in letzter Zeit stark ver├Ąndert, begr├╝ndet Fritz Ruchti seine Forderung. Immer ├Âfters werde Kahlschlag betrieben. Dies auch, weil die Forstunternehmen mit vollmechanisierten Ernte– und R├╝cke-Maschinen┬á die Arbeiten ausf├╝hren. Immer mehr Waldspazierg├Ąnger h├Ątten sich ihm gegen├╝ber entsetzt ├╝ber die grossangelgten Waldrodungen gezeigt. Sogar das Wort „Waldmord“ sei gefallen, sagt er zu Radio BeO. Deshalb verlangt er vom Berner Regierungsrat, dass der gesetzliche Rahmen der Waldgesetzgebung in Bezug auf nachhaltige Waldbewirtschaftung, Erhalt der Artenvielfalt, R├╝cksichtnahme auf Fauna, Flora und Tierwelt im Wald sowie nat├╝rliche Verj├╝ngung auch f├╝r die mechanisierte Waldbewirtschaftung gelten muss.

Der Regierungsrat sieht die Verwaltung in der Pflicht, die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten. Und er ist der Meinung, dass dies im vorliegenden Fall erf├╝llt ist. So schreibt er in seiner Antwort: „Kontrollen des Amtes f├╝r Wald und Naturgefahren (AWN) haben gezeigt, dass die in der ├ľffentlichkeit kritisierten Holzschl├Ąge auch die Folge von Schadenereignissen waren. Winterst├╝rme, Trockenheit und Borkenk├Ąfer haben dem Berner Wald in den letzten Jahren vermehrt zugesetzt. Die Waldeigent├╝merinnen und Waldeigent├╝mer haben ein berechtigtes Interesse, wachsenden Schaden zu verhindern und noch gesundes Holz zu ernten.“

F├╝r Fritz Ruchti ist die Antwort eine Ausrede. Der Regierungsrat mache sich die Sache zu leicht. Da seine Motion von rechts bis links breit abgest├╝tzt ist, wird die Diskussion noch lange nicht vorbei sein, auch wenn die Berner Regierung den Vorstoss als „angenommen und abgeschrieben“ ansieht.

(text:ch/bild:unsplash)