3 Mai 2022

Weniger EinsÀtze mit Schusswaffen bei der Polizei

Lediglich sechs SchusswaffeneinsĂ€tze sind 2021 bei Schweizer Polizeikorps registriert worden. Das ist der tiefste Wert seit elf Jahren. RĂŒcklĂ€ufig ist auch der Einsatz von Tasern, also Elektropulspistolen.

Zum ersten Mal seit fĂŒnf Jahren ist auch die Zahl der EinsĂ€tze mit Elektroimpulspistolen rĂŒcklĂ€ufig, wie die Konferenz der Kantonalen Polizeikommandanten (KKPKS) am Dienstag mitteilte. Diese wurden 81 Mal ausgelöst, im 2020 waren es noch 96 EinsĂ€tze gewesen.

Der Einsatz von Elektroimpulspistolen sei in 75 weiteren FĂ€llen angedroht worden, “um die Lage zu stabilisieren”. Diese insgesamt 156 EinsĂ€tze mit sogenannten Tasern entsprechen einem RĂŒckgang von 14,8 Prozent (Vorjahr: 183 EinsĂ€tze), wie es weiter hiess.

Seit mehreren Jahren befÀnden sich die polizeilichen SchusswaffeneinsÀtze auf einem tiefen Niveau. Im Jahr 2021 sei nun, mit insgesamt sechs SchusswaffeneinsÀtzen, ein neuer Tiefstand erreicht worden. Im Vorjahr waren es noch 12 SchusswaffeneinsÀtze gewesen. Bei einem Einsatz wurde eine Person tödlich verletzt, das sind zwei Personen weniger als im 2020.

Bei der KKPKS hiess es auf Anfrage, es könne keine allgemeine Aussage bezĂŒglich der Entwicklung der Anzahl EinsĂ€tze gemacht werden. Es handle sich jeweils um eine situationsbedingte Lagebeurteilung. Polizistinnen und Polizisten in der Schweiz seien jedoch in dieser Thematik sehr gut ausgebildet, sie wĂŒrden grundsĂ€tzlich immer nach dem 3-D-Prinzip (Dialog, Deeskalation, Durchgreifen) agieren. Der Einsatz von Schusswaffen und Tasern sei die “ultima ratio”.