Weniger Beton, mehr Grün: Diskussion um Entsiegelung in Thun
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(03:14)
Entsiegelung bedeutet weniger Beton und mehr Grünflächen im öffentlichen Raum. Dieses Thema wird in Städten immer häufiger diskutiert. So auch in Thun: Der parteilose Stadtrat Matthias Zellweger wollte vom Gemeinderat wissen, wie gross das sogenannte Entsiegelungspotenzial der Stadt ist, also wie viele Flächen theoretisch von Beton befreit und begrünt werden könnten.
Der Gemeinderat antwortete, dass es keine konkrete Zahl und auch keine flächendeckende Analyse gebe. Eine solche Auswertung würde viel Zeit und Geld kosten und nur wenig zusätzlichen Nutzen bringen. Stattdessen prüfe die Stadt bereits heute bei jedem Bauprojekt, wo sich Flächen entsiegeln oder begrünen lassen. Grundlage dafür sei ein Leitfaden zur Klimaanpassung im öffentlichen Raum. So würden Strassen nur so breit gebaut wie nötig, Parkplätze umgestaltet oder zusätzliche Grünstreifen und Bäume eingeplant.
Für Matthias Zellweger reicht das jedoch nicht aus. Er kritisiert, die Bauverwaltung handle zu wenig aktiv und suche nicht systematisch nach möglichen Entsiegelungsflächen. Der Thuner Gemeinderat ist hingegen der Meinung, dass die Stadt beim Thema Entsiegelung bereits genug unternehme und auf dem richtigen Weg sei.
(text:pmu/bild:unsplash)