22 Mai 2022

Weltwirtschaftsforum in Davos beginnt nach zwei Jahren Zwangspause

Nach mehr als zweijÀhriger pandemiebedingter Unterbrechung findet in Davos ab Sonntag wieder das Weltwirtschaftsforum (WEF) statt. Dominiert wird die Agenda des Treffens der globalen Politik- und Wirtschaftselite von den Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine.

Das Treffen steht in diesem Jahr unter dem Motto „Geschichte an einem Wendepunkt“. FĂŒr Montagvormittag ist eine Ansprache des ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj per Videoschaltung geplant. BundesprĂ€sident Ignazio Cassis wird den ukrainischen Aussenminister Dmytro Kuleba treffen. Daneben soll etwa der Kiewer BĂŒrgermeister Vitali Klitschko anreisen.

Vor Ort erwartet werden bei dem bis Donnerstag dauernden Treffen rund 50 Staats- und Regierungschef sowie 2500 Delegierte aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft. Das WEF ist heuer allerdings nicht so prominent besetzt wie auch schon.

So bleiben sowohl US-PrÀsident Joe Biden als auch der Chinesische PrÀsident Xi Jinping der Veranstaltung fern. Besucher aus Russland wurden wegen der Sanktionen keine Eingeladen.

Zu den GĂ€sten gehören der deutsche Kanzler Olaf Scholz, der am Donnerstag eine Rede hĂ€lt, EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen, Nato-GeneralsekretĂ€r Jens Stoltenberg und der US-Sondergesandte fĂŒr Klimafragen, John Kerry.

Schweizer BundesrĂ€te nutzen erneut die Gelegenheit, um am Rande des Anlasses Minister und andere GĂ€ste zu treffen. Am Sonntag etwa tauschen sich Simonetta Sommaruga und Guy Parmelin mit dem deutschen Vizekanzler und Wirtschaftsminister Robert Habeck aus. Fehlen wird allerdings der bei der EU fĂŒr das Dossier „Schweiz“ zustĂ€ndige EU-Vizekommissionschef Maros Sefcovic.

(text:sda/bild:archiv)