9 MĂ€rz 2024

Weltfrauentag: Mexiko-Stadt will Strassen nach Frauen umbenennen

Zum Weltfrauentag hat die Regierung von Mexiko-Stadt eine Initiative zur Umbenennung von Strassen nach Frauen vorgestellt – darunter die KommunistenfĂŒhrerin Rosa Luxemburg und die US-SĂ€ngerin Aretha Franklin. Mehr als 90 Prozent der Strassen in der Millionenmetropole seien derzeit nach MĂ€nnern benannt, sagte der amtierende Regierungschef der mexikanischen Hauptstadt, MartĂ­ Batres, am Freitag (Ortszeit) zur BegrĂŒndung. Das Projekt „Stadt der Heldinnen“ solle dies nun Ă€ndern und einen Kulturwandel einleiten.

Dazu wurde eine Webseite eingerichtet, auf der die BĂŒrger ĂŒber NamensvorschlĂ€ge abstimmen können. Die Stadtverwaltung schlug rund 30 Namen von Aktivistinnen, SĂ€ngerinnen und Schriftstellerinnen vor, die meisten von ihnen aus Mexiko. Die Liste soll durch VorschlĂ€ge der BĂŒrger erweitert werden.

AnlĂ€sslich des Frauentages gingen in der mexikanischen Hauptstadt Zehntausende Menschen auf die Strasse, um gegen Gewalt gegen Frauen und fĂŒr die Gleichstellung der Geschlechter zu demonstrieren. Auf Plakaten war unter anderem zu lesen: „Ich verdiene ein Leben ohne Angst“, „Ich kĂ€mpfe fĂŒr sie alle“ und „Mama, mach dir keine Sorgen, ich gehe heute nicht allein auf die Strasse“.

Obwohl Frauen in Mexiko oft unter sexueller Gewalt leiden und weniger am Arbeitsmarkt beteiligt sind als MĂ€nner, steht das Land mit fast 130 Millionen Einwohnern vor einer Kehrtwende. Bei der kommenden PrĂ€sidentschaftswahl am 2. Juni wird das bevölkerungsreichste spanischsprachige Land voraussichtlich erstmals eine PrĂ€sidentin bekommen, weil die beiden grossen ParteienbĂŒndnisse Frauen als Spitzenkandidaten nominiert haben.

(text:sda/bild:keystone)