Weiterhin keine Lösung im Konflikt rund um die Asylunterkunft in Kandersteg
Der Konflikt zwischen der Gemeinde Kandersteg und dem Kanton Bern um eine geplante Asylkollektivunterkunft geht in die nächste Runde. Weder politische Vorstösse noch ein jüngstes Krisengespräch brachten eine Einigung.
Kandersteg fordert eine massive Verkleinerung des Projekts. Der Kanton senkte die maximale Kapazität zwar von 200 auf 150 Plätze, für die Gemeinde ist das jedoch weiterhin zu viel. Gemeinderatspräsident René Maeder erklärtgegenüber Radio BeO, dass das Gebäude für diese Personenzahl zu klein sei und die Gemeinde den Bauraum brauche. Der Kanton beharre jedoch auf gesetzlichen Grundlagen. Maeder sucht nun das direkte Gespräch mit dem zuständigen Regierungsrat Pierre Alain Schnegg. Sollte auch dieser Versuch scheitern, will die Gemeinde das Projekt mit einer Verzögerungstaktik blockieren.
(text:chl/bild:unsplash)