27 Februar 2023

Weiteres Solarkraftwerk in den Walliser Alpen geplant

Im Skigebiet Grimentz-Zinal in den Walliser Alpen soll ein weiteres Solarkraftwerk gebaut werden. Es ist bereits das sechste Photovoltaikprojekt im Bergkanton, der sich als Vorreiter der Solaroffensive sieht.

Der Standort wurde von der Gemeinde, den Landbesitzern, den Bergbahnen Grimentz-Zinal sowie den Unternehmen Oiken und Alpiq aus neun anderen potenziell interessanten Standorten in der Region ausgew├Ąhlt, wie die Gemeinde Anniviers am Montag mitteilte. Sie unternimmt seit Oktober 2022 Schritte, um den richtigen Standort f├╝r ein Photovoltaik-Projekt zu finden.

Mit 130’000 Quadratmetern entspreche der ausgew├Ąhlte Sektor in der N├Ąhe der Ankunft des Sessellifts Grands-Plans in Grimentz auf der Alp Le Marais auf 2450 Metern H├Âhe den Kriterien des Bundes und der Gemeinde, teilte die Gemeinde weiter mit. Er befinde sich ausserhalb von Schutzgebieten und verf├╝ge ├╝ber eine ausgezeichnete Sonneneinstrahlung.

„Soweit ich weiss, gibt es noch Platz f├╝r unser Projekt“, sagte David Melly, Gemeindepr├Ąsident von Anniviers, der auch den Vorsitz des Lenkungsausschusses innehat, gegen├╝ber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Nach Gondo, Grengiols, Vispertal, Grande Dixence und Ovronnaz ist das Projekt in Grimentz das sechste angek├╝ndigte Solarparkprojekt im Wallis.

Diese Projekte sind Teil der nationalen Solaroffensive und der dringlichen Massnahmen, die darauf abzielen, die Schweiz durch die Erh├Âhung des Anteils an einheimischer erneuerbarer Energie unabh├Ąngiger zu machen. An grossen alpinen Solarparks, die mindestens 10 Gigawattstunden produzieren, davon mindestens 45 Prozent im Winter, soll sich der Bund mit bis zu 60 Prozent der Investitionskosten beteiligen.

Die Massnahmen sind jedoch bis zum 31. Dezember 2025 befristet. Das bedeutet, dass ein Teil des erwarteten Energieertrags des Parks bis zu diesem Datum in das Netz eingespeist werden muss, wenn die Projekttr├Ąger mit dem Bundesgeld rechnen wollen.

(text:sda/bild:sda)