14 Oktober 2022

Wegen Hochwassers tausende Menschen zu Evakuierung aufgerufen

Wegen ├ťberschwemmungen sind tausende Menschen in drei Bundesstaaten im S├╝dosten Australiens zum Verlassen ihrer H├Ąuser aufgerufen worden. Am schlimmsten war die Lage in Victoria, dem australischen Bundesstaat mit der zweith├Âchsten Bev├Âlkerungszahl.

Am Freitagmorgen wurde Maribyrnong, ein Vorort von Victorias Hauptstadt Melbourne, ├╝berschwemmt, wie die Beh├Ârden mitteilten. Der Regierungschef von Victoria, Daniel Andrews, sagte dem Sender ABC Radio, seine Regierung plane, ein Corona-Quarant├Ąnezentrum als Notunterkunft zu ├Âffnen.

„Das war ein sehr, sehr bedeutendes Hochwasser-Ereignis und es ist noch lange nicht vorbei“, betonte Andrews. Das Wasser steige weiter „und immer mehr H├Ąuser werden ├╝berschwemmt, immer mehr Gemeinden werden von der Aussenwelt abgeschnitten“. Auch der Norden der vor Victoria gelegenen Insel Tasmanien bereitete sich auf ├ťberschwemmungen vor. „Durch die ├ťberflutungen besteht Lebensgefahr“, warnte die tasmanische Katastrophenschutzbeh├Ârde.

Im bev├Âlkerungsreichsten Bundesstaat New South Wales wurde nach heftigen Regenf├Ąllen am Donnerstagabend ein Evakuierungszentrum in Forbes eingerichtet, einer Stadt im Landesinneren rund f├╝nf Autostunden ├Âstlich der Metropole Sydney. Mit dem H├Âhepunkt des Hochwassers in Forbes wurde f├╝r Freitag gerechnet.

In Australiens Ostk├╝ste ereigneten sich in den vergangenen zwei Jahren immer wieder ├ťberschwemmungen. Im M├Ąrz hatte Hochwasser in Teilen der Bundesstaaten Queensland und New South Wales grosse Sch├Ąden angerichtet. Mehr als 20 Menschen starben. Im Juli wurde wegen Hochwassers eine Evakuierungsanordnung f├╝r zehntausende Einwohner von Sydney ver├Âffentlicht, mehrere Vororte der gr├Âssten Stadt Australiens wurden ├╝berschwemmt.

(text:sda/bild:unsplash)