23 Mai 2022

Wawrinka misslingt Comeback auf Grand-Slam-BĂŒhne

Stan Wawrinka scheidet bei seinem Comeback auf die Grand-Slam-BĂŒhne nach anderthalb Jahren in der 1. Runde aus. Der 37-jĂ€hrige Lausanner unterlag am French Open dem Franzosen Corentin Moutet (ATP 139) in knapp drei Stunden 6:2, 3:6, 6:7 (2:7), 3:6.

Wawrinka, der das Turnier 2015 gewonnen und 2017 den Final erreicht hat, fand nach einer VerspĂ€tung wegen Regens zunĂ€chst gut in seinen sechsten Match nach einjĂ€hriger Verletzungspause und zwei Fussoperationen. Im ersten Game schlug er drei Asse, und frĂŒh gelang ihm gegen den 23-jĂ€hrigen ehemaligen Top-10-Junior aus Paris ein Break und zum 6:2 noch ein zweites.

Mit der SatzfĂŒhrung baute Wawrinka aber ab. Es unterliefen ihm vor allem zu viele unerzwungene Fehler – 51 waren es am Ende insgesamt. Dabei wirkte der Schweizer wiederholt abgelenkt. Mehrmals beschwerte er sich beim Schiedsrichter – offenbar ĂŒber das zu kalte Wasser, das die Organisatoren den Spielern zur VerfĂŒgung stellten.

Mitte des dritten Satzes schlug Wawrinka zudem mit dem SchlĂ€ger mehrmals gegen die Wand-Abdeckung, wofĂŒr ihn die ansonsten ihm nicht abgeneigten Zuschauer auspfiffen. Verschiedentlich machte sich auch die fehlende Matchpraxis bemerkbar, wobei die kĂŒhl-nassen Bedingungen ihm nicht entgegengekommen sein dĂŒrften. Der dreifache Grand-Slam-Sieger erreichte nicht die Power seiner besten Tage und vor allem nicht die Sicherheit.

Dennoch kÀmpfte sich Wawrinka im dritten Satz zunÀchst noch einmal heran. Mit einem Break rettete er sich bei letzter Gelegenheit ins Tiebreak, in welchem er dann aber klar das Nachsehen hatte. Das Break im vierten Satz kassierte er zum 2:3.

Corentin Moutet, der vor zwei Jahren in Dubai schon das erste Duell mit Wawrinka gewonnen hatte, spielte eigentlich nicht unwiderstehlich oder höchstens in einigen Momenten und zeigte einige Male Nerven. In der Summe war der 23-JÀhrige aber der konstantere Spieler auf dem Court Suzanne Lenglen.

(text:sda/bild:sda)