16 September 2021

Wasserwerfer gegen Massnahmen-Gegner vor Bundeshaus

Sch├Ątzungsweise drei- bis viertausend Menschen haben am Donnerstagabend in der Berner Innenstadt gegen Corona-Schutzmassnahmen demonstriert. Als Teilnehmer an einem Zaun vor dem Bundeshaus r├╝ttelten, setzte die Polizei den Wasserwerfer ein.

Nach einem Aufruf, mit dem R├╝tteln an diesem am Boden verankerten Zaun aufzuh├Âren, kam es auch zu einem Einsatz von Gummischrot. Zudem verspr├╝hte die Berner Kantonspolizei Reizstoff. Dies aber in geringen Mengen, wie nach Schluss der unbewilligten Kundgebung Reto Nause auf Anfrage sagte, der Sicherheitsdirektor der Stadt Bern.

Die Berner Kantonspolizei meldete per Twitter, es habe einen Verletzten gegeben. Dies nach der Konfrontation von Personengruppen. Nachdem die Polizei den Wasserwerfer einsetzte, warfen Demo-Teilnehmer Gegenst├Ąnde in Richtung Bundeshaus und z├╝ndeten Feuerwerk.

Auf die Frage, ob der Schutzzaun, der auch schon bei anderen Gelegenheiten vor dem Bundeshaus installiert worden war, denn nicht fest verankert sei, sagte Nause, das sei der Fall. Doch seien Leute hochgeklettert und diese Sperre sei tabu. Die Leute seien ja zuvor „abgemahnt“ worden.

Die Kundgebungsteilnehmerinnen und -teilnehmer waren am fr├╝heren Abend beim Bahnhof losgezogen und marschierten dann in einem langen Zug durch die Berner Altstadt. Zu sehen waren Transparente wie „Zertidiktat Nein“ und „Freiheit statt digitale Diktatur“. Immer wieder rief die Menge „Libert├ę, Libert├ę“, franz├Âsisch f├╝r „Freiheit“.

Zweimal w├Ąhrend des Umzugs stellte sich eine Gruppe von mutmasslichen Mitgliedern von Berns links-alternativer Szene dem Umzug in die Quere. Es kam zu Gerangeln. Mit gelben Westen ausgestattete Demonstrationsteilnehmer entfernten am Rand des Bundesplatzes resolut die quer ├╝ber die Strasse gestellten Absperrgitter.

Der Umzug startete, als die sogenannten Freiheitstrychler auf dem Bahnhofplatz angekommen waren, und die Menge verliess den Bundesplatz, als diese Trychler in Richtung Bahnhof aufbrachen. Kurz zuvor hatte die Polizei die Kundgebungsteilnehmer aufgerufen, die unbewilligte Kundgebung zu verlassen. Sonst werde sie aufgel├Âst.

Aufgerufen worden war zur Kundgebung in den Sozialen Medien. Zahlreiche Schweizerfahnen und Kantonsfahnen waren zu sehen. Den Wappen nach zu urteilen, kamen die Teilnehmer aus mehreren Kantonen.

(text:sda/bild:sda)