15 November 2022

Walliser Geistlicher weiterhin suspendiert

Die Kongregation vom Grossen St. Bernhard hat die Suspendierung eines Geistlichen wegen Verdachts auf sexuellen Missbrauch einer Minderj├Ąhrigen best├Ątigt. Der Domherr war im Januar bei der Walliser Justiz angezeigt worden. Die mutmasslichen Taten liegen mehr als 30 Jahre zur├╝ck und sind verj├Ąhrt.

„Die Kongregation f├╝r die Glaubenslehre hat am 11. November ihre Entscheidung getroffen und die bereits vorl├Ąufig getroffenen Massnahmen infolge der Anzeige best├Ątigt“, schreibt die Ordensgemeinschaft am Dienstag in einer Pressemitteilung. Das bedeutet, dass der Kanoniker kein pastorales Amt mehr aus├╝ben und keine Eucharistie mehr feiern darf, erl├Ąutert die Kongregation.

Der Fall war im April bekannt geworden, als Propst Jean-Michel Girard erkl├Ąrte, er habe die Anzeige der Kl├Ągerin an die Kirche weitergeleitet und bei der Staatsanwaltschaft eine Strafanzeige wegen sexuellen Missbrauchs einer Person eingereicht. Die Anzeige betrifft den sexuellen Missbrauch einer Person, die zum Zeitpunkt der mutmasslichen Tat wahrscheinlich minderj├Ąhrig war. Diese Tat ist inzwischen verj├Ąhrt.

Der Propst zeigte den Fall auch in Rom an, obwohl die mutmasslichen Taten mehr als 30 Jahre zur├╝ckliegen. In der Folge wurden vom Vatikan vorsorgliche Massnahmen ergriffen, die nun best├Ątigt wurden, damit der Kanoniker keine priesterlichen Feiern mehr abh├Ąlt.

Einige Tage nach diesem Fall hatte die Kongregation des Grossen St. Bernhard einen weiteren Geistlichen wegen sexueller Bel├Ąstigung eines zw├Âlfj├Ąhrigen Kindes in den 1980er-Jahren angezeigt. Der beschuldigte Priester, der sich inzwischen im Ruhestand befindet, hat keine Funktion mehr innerhalb der Kirche.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)