4 Dezember 2023

Waldrand im Bonstettenpark wird ökologisch aufgewertet

Die Randbereiche des kleinen Waldes im Bonstettenpark sollen ökologisch aufgewertet werden. Die Stadt Thun und der Kanton Bern als MiteigentĂŒmer setzen damit eine Massnahme aus dem stĂ€dtischen BiodiversitĂ€tskonzept um. Der Revierförster begleitet die Arbeiten. Die AusfĂŒhrung erfolgt in zwei Etappen.

WaldrĂ€nder haben eine besondere Bedeutung als naturnahe, vielfĂ€ltige LebensrĂ€ume fĂŒr einheimische Pflanzen und Tierarten. Sie vernetzen als Übergangsbereiche verschiedene Biotope und sind ein wichtiges RĂŒckzugsgebiet. Die Stadt Thun will die BiodiversitĂ€t stĂ€rken und nachhaltig fördern. Im Oktober hat der Gemeinderat das BiodiversitĂ€tskonzept verabschiedet. Als eine konkrete Massnahme zur Förderung der BiodiversitĂ€t will der Verwaltungsausschuss des Bonstettenguts (Campagne Bellerive) den Randbereich im WĂ€ldchen im Bonstettenpark sĂŒdlich des Kanals ökologisch aufwerten. Der Verwaltungsausschuss besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Thun und des Kantons Bern. Ziel der Massnahmen ist es, einen abgestuften Waldrand mit Krautsaum, StrĂ€uchern und BĂ€umen zu schaffen. Um einen lichten Waldrand herzustellen und Platz fĂŒr die unterschiedlichen Pflanzen zu schaffen, mĂŒssen einige BĂ€ume entfernt werden. Mit dem anfallenden Holz werden Asthaufen und Totholzhecken erstellt, so entsteht wichtiger Lebensraum und auch Nahrungsgrundlage fĂŒr viele Tiere.

Das Amt fĂŒr Wald und Naturgefahren des Kantons Bern hat die Massnahmen gutgeheissen und unterstĂŒtzt diese finanziell. Der zustĂ€ndige Revierförster begleitet die Massnahmen. Die Stadt Thun hat vorgĂ€ngig im Rahmen einer Ortsbegehung auch Pro Natura Region Thun informiert. Die Arbeiten werden etappenweise durchgefĂŒhrt. Die erste Etappe startet am
4. Dezember 2023. Die zweite Etappe auf der anderen Seite des Waldes ist im Winter 2024/2025 geplant. Anschliessend fĂŒhrt die Stadt alle vier Jahre die nötigen Pflegemassnahmen am Waldrand aus, um die schnellwachsenden Arten zu kontrollieren und den abgestuften Randbereich zu erhalten.

Das Vorhaben steht nicht im Zusammenhang mit den Sicherheitsmassnahmen beim Gehölzstreifen an der Grenze zum Quartier «Im Seewinkel». FĂŒr dieses Projekt ist das Baugesuch hĂ€ngig.

(text:pd/bild:zvg/stadtthun)