30 M├Ąrz 2022

Waadt ├╝bt bei Wolfsregulierung Druck auf Bund aus

Der Kanton Waadt will den Druck auf den Bund erh├Âhen, damit dieser den Wolfsschutz lockert. Der Grosse Rat hat am Dienstag eine entsprechende Standesinitiative aus den Reihen der SVP gutgeheissen.

Mit 70 Ja- zu 55 Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen ├╝berwies das Kantonsparlament den Vorstoss an die Regierung. Die Nein-Stimmen stammten aus dem linken Lager.

“Der Kanton Waadt ist vom Wolfsproblem so stark betroffen, dass wir in Bern intervenieren m├╝ssen”, sagte der SVP-Abgeordnete Jos├ę Durussel, der den Text eingebracht hatte. “Die rasche Zunahme der Wolfspopulation in den Berggebieten erh├Âht einmal mehr den Druck auf die Landwirtschaft, die Alpbewirtschaftung und den Alpentourismus”, sagte er.

In den Bergen sei die Situation bereits so prek├Ąr und angespannt, dass Alpen vorzeitig aufgegeben werden m├╝ssten oder gar nicht genutzt w├╝rden, erkl├Ąrte er. Die Ablehnung des revidierten Jagdgesetzes durch das Schweizer Stimmvolk im September 2020 habe zu einer Versch├Ąrfung der Situation gef├╝hrt, fuhr Durussel fort. Zudem w├╝rden einzelne W├Âlfe oder Rudel zunehmend ihre nat├╝rliche Scheu vor dem Menschen verlieren und sich nahe von bewohnten Gebiete aufhalten, sagte der SVP-Grossrat weiter.

Seiner Meinung nach muss daher Druck auf den Bundesrat ausge├╝bt werden, damit dieser auf Verordnungsebene handelt, um L├Âsungen f├╝r eine vereinfachte Regulierung der W├Âlfe zu schaffen. Damit k├Ânne die unkontrollierte Ausbreitung des Wolfs in bewohnte Gebiete verlangsamt werden. Die Initiative fordert zudem, dass die Bundesgelder zur Abgeltung von Herdenschutzmassnahmen massiv erh├Âht werden, ohne die Kantonsfinanzen oder die Direktzahlungen zu tangieren.

(text:sda/bild:unsplash)