4 August 2026
Vorfreude auf Start der Jahresschule in Belp
„Gwundrig, muetig, mitenand“. Das ist das Motto des Jahresschulen-Pilotprojekts, das nächste Woche in Belp startet. Bei diesem neuen Unterrichtsmodell haben die Kinder nicht mehr 13 Wochen Ferien, sondern nur noch sechs Wochen, dafür haben sie jeden Freitag frei. Neben dem neuen Ferienmodell kombiniert die Jahresschule den normalen Unterricht auch direkt mit einer Tagesschule, so können die Lehr- und Betreuungspersonen enger zusammenarbeiten als gewöhnlich.
Isabelle Zurbrügg ist eine von drei Betreuungspersonen und Stephan Schöll ist der Lehrer für die neue Klasse. Sie arbeiten seit diesem Februar an der Vorbereitung und haben Radio BeO erzählt, was sie an diesem Projekt fasziniert. Es sei etwas Neues, quasi Pionierarbeit, sagt Isabelle Zurbrügg. Ausserdem hebt sie den gesellschaftlichen Aspekt hervor, die Jahresschule erlaubt es Eltern Beruf und Kinderbetreuung auf eine andere Art zu vereinbaren. Die Lehr- und Betreuungspersonen haben unter diesem neuen Modell zwar deutlich weniger unterrichtsfreie Wochen, dafür können sie mit der engeren Zusammenarbeit und dem freien Freitag den Vorbereitungsaufwand besser unter der Woche verteilen, sagt Isabelle Zurbrügg. Stephan Schöll sieht noch einen anderen Vorteil: Dadurch, dass Kinder und Lehrpersonen gleich viel Ferien haben, können sie sich besser auf Augenhöhe begegnen.
Auch wenn es noch gewisse Unsicherheiten gibt, wie das neue Unterrichtsmodell in der Praxis funktionieren wird, ist der Grundtenor bei Isabelle Zurbrügg und Stephan Schöll von Zuversicht und Vorfreude geprägt. Sie freuen sich darauf, endlich die Kinder richtig kennenzulernen und mit ihnen zu arbeiten. Bis jetzt war alles Theorie und Vorbereitung. Ob sich das Projekt in der Realität bewährt, zeigt sich ab nächstem Montag, wenn in Belp die Schule wieder startet.
(text:jfe/bild:unsplash)