25 Oktober 2023

Vierter Konvoi mit Hilfsg├╝tern im Gazastreifen angekommen

In kleinen Schritten kommen weiter Hilfsg├╝ter zur notleidenden Bev├Âlkerung im Gazastreifen. G├╝ter eines Konvois aus acht von urspr├╝nglich 20 Lastwagen kamen in der Nacht zum Mittwoch ├╝ber die Grenze am ├ťbergang Rafah, wie es aus ├Ągyptischen Sicherheitskreisen hiess.

Die zw├Âlf ├╝brigen Laster w├╝rden am weiter s├╝dlich gelegenen Grenz├╝bergang Audscha noch kontrolliert. Auch diese G├╝ter sollten dann ├╝ber Rafah zum UN-Pal├Ąstinenserhilfswerk UNRWA im Gazastreifen kommen.

Die Lkw h├Ątten Arzneimittel, S├Ąuglingsmilch und Trinkwasser geladen, sagte Chalid Sajid, Leiter des ├ägyptischen Roten Halbmonds, der Deutschen Presse-Agentur.

Nach dem brutalen Terrorangriff der im Gazastreifen herrschenden Hamas auf Israel am 7. Oktober kamen zun├Ąchst zwei Wochen gar keine Hilfsg├╝ter in das dicht besiedelte K├╝stengebiet. Erst am Samstag begannen erste Lieferungen. Den Vereinten Nationen zufolge w├Ąren f├╝r eine Versorgung der 2,2 Millionen Menschen im Gazastreifen Ladungen von 100 Lastwagen t├Ąglich n├Âtig.

Die Hilfsg├╝ter werden von ├ägypten, anderen L├Ąndern sowie internationalen Hilfsorganisationen zur Verf├╝gung gestellt. Sie kommen zun├Ąchst zum Flughafen der ├Ągyptischen K├╝stenstadt Al-Arisch, wo sie nach dem Empfang teils in Lagerh├Ąuser gebracht werden. Dort hat sich eine grosse Menge an Hilfsg├╝tern aufgestaut, weil Israel bisher nur begrenzten Lieferungen zugestimmt hat.

Der Grenz├╝bergang Rafah, der den Nord-Sinai in ├ägypten vom Gazastreifen trennt, gilt aktuell als einziger Weg zur Lieferung von Hilfsg├╝tern an die dort lebenden Pal├Ąstinenser. Die G├╝ter des vierten Konvois wurden ├╝ber den weiter s├╝dlich gelegenen Ort Audscha zum israelischen Grenz├╝bergang Nitsana gebracht und dort kontrolliert. Anschliessend kehrten die Laster nach Rafah zur├╝ck.

Dringend ben├Âtigter Treibstoff wurde nach UN-Angaben seit Kriegsbeginn bisher nicht in den Gazastreifen gebracht. Die UN und andere Hilfsorganisationen schlagen Alarm, weil Treibstoff unter anderem dringend zum weiteren Betrieb von Stromgeneratoren in Krankenh├Ąusern ben├Âtigt wird. Israel hat aber die Sorge, die islamistische Hamas k├Ânnte den Treibstoff f├╝r ihre Ziele nutzen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilte mit, schon jetzt m├╝ssten Krankenh├Ąuser im Gazastreifen wegen Treibstoffmangels schliessen. Deshalb seien unter anderem 2000 Krebspatienten, 1000 Dialysepatienten und 130 Fr├╝hgeborene zunehmend gef├Ąhrdet sowie Chirurgie-Patienten und solche in der Intensivpflege.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)