17 Juli 2022

Viel Reiseverkehr auf schweizer Strassen, den Schienen und in der Luft

Kilometerlange Staus vor dem Gotthard, volle Z├╝ge in den S├╝den und viel Betrieb auf den Flugh├Ąfen: Der Samstag und der Sonntag sind ganz im Zeichen des Reiseverkehrs gestanden. Denn nach dem Schulferienstart in den Kantonen Z├╝rich und Aargau befindet sich nun seit diesem Wochenende die gesamte Schweiz in den Sommerferien.

Dies zeigte sich erwartungsgem├Ąss unter anderem auf der A2 in Richtung S├╝den. Vor dem Gotthardtunnel stockte und staute es das gesamte Wochenende ├╝ber. Am Sonntagnachmittag bildete sich zwischen Erstfeld und G├Âschenen ein Stau, der eine L├Ąnge von bis zu zehn Kilometern erreichte. Wer darin steckte, verlor gem├Ąss Angaben des Touring Club Schweiz (TCS) bis zu 90 Minuten.

Die l├Ąngste Kolonne vermeldete der TCS am Samstagvormittag, als sich die Autos, Wohnwagen und Lastwagen auf einer L├Ąnge von bis zu 13 Kilometern stauten. Mehr als zwei Stunden verloren die Reisenden da auf ihrer Fahrt in den S├╝den.

Auch in Richtung Norden kam es zwischen Quinto und Airolo wegen ├ťberlastung immer wieder zu Staus. Diese blieben aber meist im tiefen einstelligen Kilometerbereich.

Zudem musste die A2 am Sonntagmorgen in Richtung Norden f├╝r rund zwei Stunden gesperrt werden. Ein 35-J├Ąhriger hatte im Riedtunnel die Kontrolle ├╝ber sein Fahrzeug verloren; dieses geriet ins Schleudern, kollidierte mit der Tunnelwand und kam nach rund 150 Metern auf dem Dach liegend zum Stillstand. Alle drei Insassen wurden leicht verletzt und wurden mit der Rega ins Spital geflogen.

Ferienstimmung kam auch im Flughafen Z├╝rich auf: Am Samstag waren ├╝ber 80’000 Passagiere ├╝ber ihn abgeflogen, angekommen oder umgestiegen. Am Sonntag waren es fast 90’000 – so viele wie noch nie seit Beginn der Corona-Pandemie, wie eine Mediensprecherin der Flughafen Z├╝rich AG auf Anfrage sagte.

An den bisherigen Rekord am Flughafen Z├╝rich – rund 115’000 Passagiere an einem einzigen Spitzentag – kommen diese Zahlen zwar noch nicht heran. Zu einzelnen Tageszeiten sei inzwischen aber wieder ein Passagieraufkommen erreicht, wie es vor der Pandemie verzeichnet wurde, hiess es beim Flughafen. Dies ist unter anderem auf gut ausgelastete Flugzeuge zur├╝ckzuf├╝hren.

Auch auf dem EuroAirport Basel-M├╝lhausen herrscht in diesem Sommer wieder Hochbetrieb, wie dieser auf Anfrage mitteilte. Genaue Zahlen liegen noch keine vor, doch n├Ąhern sich diese ebenfalls der Vor-Pandemiezeit an. Die Verantwortlichen rechnen f├╝r Juli und August mit „bis zu 90 Prozent des Verkehrsaufkommens von 2019“.

Da sich im trinationalen Einzugsgebiet des Flughafens die Sommerferien ├╝ber einen l├Ąngeren Zeitraum verteilen, sind die einzelnen Wochenend-Spitzen weniger ausgepr├Ągt. Dennoch: „Der Betrieb war an diesem Wochenende stark ausgelastet und es gab zum Teil wie erwartet l├Ąngere Wartezeiten“, h├Ąlt der EuroAirport fest.

Am Flughafen Z├╝rich f├╝hrte der Grossandrang nicht zu wesentlichen Problemen, wie es dort auf Anfrage weiter hiess: „Betrieblich lief es f├╝r derartige Spitzentage sehr gut.“

Dies sei auch auf die Vorbereitung zur├╝ckzuf├╝hren, hielt die Mediensprecherin diesbez├╝glich fest. Einerseits habe der Flughafen angesichts des erwarteten Ansturms entsprechend geplant und gen├╝gend Personal eingesetzt. Andererseits h├Ątten sich auch die Reisenden vorbereitet und sich beispielsweise rechtzeitig – bis zu drei Stunden vor dem Abflug – eingefunden.

Auch die SBB haben den Ferienbeginn in den Kantonen Z├╝rich und Aargau gesp├╝rt. Es seien ├╝ber das Wochenende viele Reisende in den Z├╝gen Richtung S├╝den unterwegs gewesen, hiess es auf Anfrage bei den SBB. Zu Problemen sei es deswegen aber nicht gekommen.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)