15 Januar 2026

Viel Luft nach oben bei der Krankenkassenprämienverbilligung

Familienfreundlicher – mit diesem Schlagwort brüstet sich die Direktion fürs Innere und Justiz des Kantons Bern in ihrer Bilanz zur Legislatur, welche bald abgeschlossen ist. Konkret geht es um die Krankenkassenprämienverbilligung. 2023 hat der Regierungsrat beschlossen, besonders Familien zu entlasten. Dadurch konnten seither 44’000 Menschen mehr von den Verbilligungen profitieren. Aber: Damit liegt der Kanton Bern aktuell bei gut 27 Prozent der Bevölkerung – das ist fast das Minimum. Der Bund gibt die Bandbreite von 25 bis 45 Prozent gesetzlich vor. Wenn man zudem bedenkt, dass im Kanton Bern die Krankenkassenprämien sowieso vergleichsweise hoch sind, ist da noch viel Luft nach oben.

Das sieht auch die zuständige Regierungsrätin Evi Allemann so, welche sich zum Ziel gesetzt hat, dass man innerhalb dieser gesetzlichen Bandbreite noch weiter nach oben kommt. Deshalb werde man dem Grossen Rat in der nächsten Legislatur weitere Vorschläge unterbreiten, wie man das Prämienverbilligungssystem zusätzlich stärken könne. Das Ziel sei es, dass nicht nur Personen mit dem untersten Einkommen, sondern auch Personen mit einem unteren-mittleren Einkommen, Anspruch auf Prämienverbilligung erhalten, ergänzt Evi Allemann.

(text:jkä/bild:)