24 Juli 2023

Verletzte bei neuen russischen Drohnenangriffen auf Region Odessa

Bei neuen russischen Drohnenangriffen auf die ukrainische Hafenregion Odessa am Schwarzen Meer sind am Montag nach offiziellen Angaben mindestens sieben Menschen verletzt worden. Laut der regionalen MilitĂ€rverwaltung konnten zwei Verletzte vor Ort behandelt werden, fĂŒnf weitere wurden ins Krankenhaus gebracht. Die Flugabwehr habe einige Drohnen abgewehrt, es gebe aber auch EinschlĂ€ge in DonauhĂ€fen, sagte die Sprecherin der Heeresstelle SĂŒd, Natalja Humenjuk.

Der ukrainische Donau-Hafen in Reni nahe der rumĂ€nischen Grenze wurde zum Ziel des nĂ€chtlichen russischen Angriffs. Der BĂŒrgermeister von Reni, Ihor Plehow, sprach in ukrainischen Medien von drei zerstörten Getreidesilos. Der rumĂ€nische PrĂ€sident Klaus Iohannis verurteilte die russischen Angriffe unmittelbar an der Grenze seines Landes. „Diese jĂŒngste Eskalation birgt ernsthafte Risiken fĂŒr die Sicherheit im Schwarzen Meer“, schrieb er am Montag auf Twitter. Der ukrainische Aussenminister Dmytro Kuleba warf Russland „Nahrungsterrorismus“ vor und forderte eine globale Reaktion auf die russischen Angriffe.

Nach dem Auslaufen des Abkommens zur Ausfuhr ukrainischen Getreides attackiert Russland verstÀrkt mit Drohnen und Raketen die Region Odessa. Auch die gleichnamige Millionenstadt selbst gerÀt immer wieder unter Feuer. In der Nacht zum Sonntag gab es Treffer in der zum Weltkulturerbe erklÀrten Altstadt, die russisch-orthodoxe VerklÀrungskirche wurde schwer beschÀdigt. Mindestens ein Mensch wurde getötet, mehr als 20 wurden verletzt.

(text:sda/bild:keystone)