11 August 2022

Verheerende D├╝rre vertreibt Hunderttausende in Somalia

Eine verheerende Dürre hat in Somalia nach Angaben der Vereinten Nationen in diesem Jahr schon 750 000 Menschen aus ihren angestammten Regionen vertrieben. Ähnliches passierte schon im vergangenen Jahr.

Damit mussten in dem ostafrikanischen Land seit Anfang 2021 insgesamt bereits eine Million Menschen ihre D├Ârfer verlassen, in denen Wasserquellen versiegt, Nutztiere verendet und Nahrungsmittel auf den Feldern verd├Ârrt sind. Das berichteten das UN-Fl├╝chtlingshilfswerk (UNHCR) in Genf und der norwegische Fl├╝chtlingsrat (NRC) am Donnerstag.

Der NRC-Direktor in Somalia, Mohamed Abdi, sprach von schrillenden Alarmglocken. „Die finanzielle Unterst├╝tzung muss aufgestockt werden, bevor es zu sp├Ąt ist“, sagte er. Zwei D├╝rrejahre hintereinander habe es in Somalia seit 40 Jahren nicht mehr gegeben. Es sei das vierte Mal seit Ende 2020, dass eine sonst ├╝bliche Regenzeit teils ausfiel.

Insgesamt d├╝rfte in Somalia die Zahl der von einer Hungerkrise bedrohten Menschen in diesem Jahr von f├╝nf auf sieben Millionen steigen, berichteten die Organisationen. F├╝r 213 000 Menschen drohe die Situation sogar katastrophal zu werden, wenn nicht mehr Spendengeld zusammenkomme. Gr├╝nde seien unter anderem der Klimawandel und der russische Angriff auf die Ukraine, der die Getreideausfuhr monatelang verhinderte und die Weltmarktpreise in die H├Âhe trieb.

(text:sda/bild:pixabay)