12 Februar 2024

Vereinte Nationen zu Rafah: Werden uns nicht an Vertreibung beteiligen

Die Vereinten Nationen sind skeptisch, bei einer Evakuierung von Zivilisten aus der Stadt Rafah im Gazastreifen wie von Israel gefordert zu helfen. Alles, was im s├╝dlichen Teil der Region an der Grenze zu ├ägypten passiere, m├╝sse unter voller Achtung des Schutzes der Zivilbev├Âlkerung stattfinden, sagte UN-Sprecher St├ęphane Dujarric am Montag in New York. „Wir werden uns nicht an der Vertreibung von Menschen beteiligen.“

Zudem stellte der Sprecher von UN-Generalsekret├Ąr Ant├│nio Guterres infrage, dass es in anderen Gebieten des Gazastreifens sichere Zufluchtsst├Ątten gebe – auch weil dort viele Blindg├Ąnger eine Gefahr darstellten: „Man kann Menschen nicht in Gebiete zur├╝ckschicken, die mit nicht explodierten Kampfmitteln ├╝bers├Ąt sind, ganz zu schweigen davon, dass es dort an Unterk├╝nften mangelt.“ Zuvor hatte Israels Regierung die in der Region t├Ątigen UN-Organisationen dazu aufgefordert, bei der Evakuierung von Zivilisten aus Rafah zu helfen. Im Krieg gegen die islamistische Hamas bereitet sich Israel derzeit auf eine Milit├Ąroffensive in der an ├ägypten grenzenden Stadt vor. Zu diesem Zwecke soll das Milit├Ąr Planungen ausarbeiten, die auch eine Evakuierung von Hunderttausenden Zivilisten vorsehen, die dort auf engstem Raum Schutz suchen. Das geplante Vorhaben in der ├╝berf├╝llten Stadt st├Âsst international auf starke Kritik.

Terroristen der Hamas w├╝rden die pal├Ąstinensischen Zivilisten in Rafah als „menschliche Schutzschilde“ missbrauchen wollen, sagte Regierungssprecher Eilon Levi am Montag. Deshalb m├╝ssten sie in Sicherheit gebracht werden, bevor das Milit├Ąr seine Offensive starte. An die UN-Organisationen gewandt, deren Mithilfe Israel einfordere, sagte er: „Sagen Sie nicht, dass es nicht getan werden kann. Arbeiten Sie mit uns und finden Sie es heraus!“

(text:sda/symbolbild:unsplash)