19 Januar 2023

VBS stellt Kadermitarbeiter des Armeestabs frei

Ein Stabsoffizier, der sich im April 2022 in einem lautstark gef├╝hrten Telefongespr├Ąch im Zug negativ ├╝ber Mitglieder der Bundesrats ge├Ąussert haben soll, arbeitet nicht mehr f├╝r die Armee. Der Kadermitarbeiter ist per sofort freigestellt worden.

Armeesprecher Mathias Volken best├Ątigte am Donnerstag gegen├╝ber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen entsprechenden Bericht der Zeitungen von CH Media.

„Die Aufl├Âsung des Arbeitsverh├Ąltnisses geschieht im gegenseitigen Einvernehmen, weil der betreffende Mitarbeiter des Armeestabs eine neue berufliche Herausforderung annehmen wird“, schrieb Volken. Der Abschied erfolge „unter Verdankung seiner langj├Ąhrigen Dienste und mit den besten W├╝nschen f├╝r die berufliche Zukunft“.

Die Zeitungen von CH Media hatten erstmals Anfang Mai 2022 ├╝ber das Telefonat im Zug von Bern nach Z├╝rich berichtet. Gem├Ąss dem Artikel soll der Offizier unter anderem Verteidigungsministerin Viola Amherd und Aussenminister Ignazio Cassis als „schwache Figuren“ bezeichnet haben. Zudem soll er gesagt haben, Russlands Pr├Ąsident Wladimir Putin sei aus Sicht der Armee kein irrational handelnder Akteur.

Am Donnerstag ├Ąusserte sich die Armee nicht zur Frage, ab gegen den Mann in der Folge Disziplinarmassnahmen ergriffen wurden. Weitere Ausk├╝nfte zu dem Fall k├Ânne man aus Gr├╝nden des Pers├Ânlichkeitsschutzes keine geben, so Volken.

(text:sda/bild:unsplash)