12 Februar 2021

USA werden Asylsuchende ├╝ber die mexikanische Grenze lassen

Die neue US-Regierung von Pr├Ąsident Joe Biden treibt ihre Demontage der restriktiven Einwanderungspolitik von Vorg├Ąnger Donald Trump voran. Das US-Heimatschutzministerium kippte am Freitag die Vorschrift, dass Asylsuchende in Mexiko auf die Entscheidung ihrer Antr├Ąge warten m├╝ssen. Dadurch leben Menschen zum Teil ├╝ber ein Jahr in Zeltlagern s├╝dlich der Grenze zu den USA. Nach Angaben des Ministeriums sind rund 25 000 Menschen von der bisherigen US-Politik betroffen.

Die Asylsuchenden sollen schrittweise in die USA kommen k├Ânnen, der Prozess daf├╝r soll kommende Woche beginnen. Angesichts ihrer Lage versuchten einige, unter anderem mit Hilfe von Menschenschmugglern illegal ├╝ber die Grenze zu gelangen.

Das Ministerium mahnte die Menschen, nichts auf eigene Faust zu unternehmen und bis auf Weiteres auf Anweisungen zu warten. Die neue Regierung wolle ein sicheres, geordnetes und menschenfreundliches Einwanderungssystem etablieren, betonte Heimatschutzminister Alejandro Mayorkas.

Der mexikanische Pr├Ąsident Andr├ęs Manuel L├│pez Obrador begr├╝sste die Entscheidung. „Wir haben in Mexiko etwa 6000 Migranten, die darauf warten, dass ihre Angelegenheiten gel├Âst werden. Ja, es w├Ąre gut, wenn sie sich an dieses Abkommen halten und die Migranten auf US-Territorium warten w├╝rden“, sagte er bei seiner t├Ąglichen Pressekonferenz. Allerdings warnte er die mittelamerikanischen Migranten davor, zu denken, dass „die T├╝ren zur Nordgrenze offen sind“. „Die Politik ist, die Migranten zu unterst├╝tzen, aber in der Tat gibt es noch nichts Konkretes und wenn man ehrlich ist, wird es Zeit brauchen“, sagte er. „Sie schieben die Migranten genauso ab wie unter der letzten Regierung.“