23 September 2026

USA und Iran treffen sich erstmals seit Monaten

Vertreter der USA und des Irans haben sich am Rande der UN-Generaldebatte in New York getroffen. Das Gespräch am Dienstag (Ortszeit) sei „sehr gut“ gelaufen und habe drei Stunden gedauert, sagte US-Präsident Donald Trump dort vor Reportern, ohne konkrete Angaben zu allen Teilnehmern des Treffens zu machen. Iranische Staatsmedien bestätigten das Treffen. Direkte Gespräche zwischen US-amerikanischen und iranischen Vertretern fanden zuletzt im Juni in der Schweiz statt.

Trump zufolge nahmen sein Unterhändler Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner an dem Treffen in New York teil. Witkoff selbst sagte dort, dass er sich nach dem Treffen sehr gut fühle. Angaben zu den iranischen Teilnehmern machte Trump nicht. Offen blieb zudem zunächst, ob es konkrete Ergebnisse gab.

Die „New York Times“ berichtete unter Berufung auf zwei iranische Beamte, dass der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi sich mit Witkoff und Kushner getroffen habe. Das Treffen wurde demnach von Pakistan und Katar vermittelt, die sich intensiv für eine Rückkehr zur Diplomatie und für Deeskalation eingesetzt hätten.

Das Gespräch habe sich auf einen Weg für ein Abkommen fokussiert, schrieb die Zeitung. Das Nachrichtenportal „Axios“ zitierte einen US-Beamten und eine regionale Quelle mit denselben Informationen zu den Teilnehmern des Treffens. Trump stellte vor Reportern ein weiteres baldiges Treffen in Aussicht, nannte aber keine Details.

Iranische Staatsmedien bestätigten das Gespräch mit US-Vertretern und hoben hervor, dass es auf Bitte Witkoffs stattgefunden habe. Den USA seien von den iranischen Vertretern, unter anderem Araghtschi, die Bedingungen für eine Öffnung der Strasse von Hormus mitgeteilt worden. Dazu zählten die sofortige Aufhebung der US-Seeblockade vor der iranischen Küste, die Auszahlung aller eingefrorener iranischen Vermögenswerte sowie die Beendigung des Kriegs an allen Fronten, wie der Staatssender Irib berichtete.

Die Fronten im Iran-Krieg gelten als verhärtet. Teheran signalisierte zuletzt aber Bereitschaft zur Beendigung des Kriegs mit den USA auf Grundlage des im Juni abgeschlossenen Rahmenabkommens. Das hatte allerdings nicht zu einer Lösung des Konflikts geführt – und zerfiel angesichts fortdauernder Spannungen schnell in sich zusammen. Zentraler Streitpunkt zwischen Washington und Teheran ist aktuell die Kontrolle um die für den internationalen Ölhandel wichtige Strasse von Hormus.

(text:sda/bild:unsplash)