9 Januar 2022

USA fordern vor Verhandlungen mit Moskau Deeskalation Russlands

US-Aussenminister Antony Blinken hat Russland vor wichtigen Verhandlungen in der kommenden Woche zur Deeskalation in der Ukraine-Krise aufgefordert. Es sei schwierig, „in einer Atmosph├Ąre der Eskalation mit einer Pistole am Kopf der Ukraine“ Fortschritte zu erzielen, sagte Blinken am Sonntag im Sender CNN. „Wenn wir also tats├Ąchlich Fortschritte erzielen wollen, m├╝ssen wir Deeskalation sehen.“

An diesem Montag verhandeln in Genf Vertreter der USA und Russlands. Am Mittwoch ist eine Sitzung des Nato-Russland-Rates in Br├╝ssel angesetzt – die erste seit zweieinhalb Jahren. Danach soll es am Donnerstag in Wien Gespr├Ąche im Rahmen der Organisation f├╝r Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) geben.

Blinken d├Ąmpfte Erwartungen an die Verhandlungen. „Ich glaube nicht, dass wir in der kommenden Woche irgendwelche Durchbr├╝che erleben werden“, sagte der Minister. „Wir werden in der Lage sein, Dinge auf den Tisch zu legen. Die Russen werden das Gleiche tun, sowohl direkt mit uns als auch bei der Nato und mit der OSZE.“ Dann werde man sehen, ob es M├Âglichkeiten f├╝r ein Vorankommen gebe.

Bei den Verhandlungen gelte aus Sicht der USA das Prinzip der Gegenseitigkeit, sagte Blinken. Jeder Schritt, den die Vereinigten Staaten und Europa untern├Ąhmen, m├╝sse von Russland erwidert werden. Aus Sicht Washingtons stehe weder ein Abzug von US-Truppen aus Osteuropa noch eine Zusage f├╝r eine Nicht-Ausweitung der Nato zur Verhandlung.

(text:sda/bild:unsplash)