USA beschlagnahmen weiteren Öltanker in der Karibik
Das US-Militär hat erneut einen sanktionierten Öltanker unter seine Kontrolle gebracht. Die US-Küstenwache habe das offiziell staatenlose Frachtschiff „Sophia“ „zur endgültigen Klärung des Falls“ in die USA eskortiert, teilte das für die Region zuständige Südkommando des US-Militärs (Southcom) mit.
Dem Schiff werden „illegale Aktivitäten“ in der Karibik vorgeworfen. Der Einsatz sei in den frühen Morgenstunden des Mittwochs erfolgt, hiess es weiter.
Kurz zuvor hatte das US-Militär einen unter russischer Flagge fahrenden Öltanker im Nordatlantik beschlagnahmt. Der Schlag sei wegen „Verstössen gegen US-Sanktionen“ auf Anordnung eines Bundesgerichts erfolgt, teilte das Europa-Kommando der US-Streitkräfte (Eucom) mit. Es handelt sich demnach um den Frachter „Bella-1“.
Bei beiden Einsätzen berief sich das US-Militär auf den Schutz der westlichen Hemisphäre. Mit der westlichen Hemisphäre ist meist der Doppelkontinent Amerika samt umliegender Inseln gemeint.
Die USA hatten in den vergangenen Wochen bereits mehrere Tanker in der Karibik unter ihre Kontrolle gebracht. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, eine „vollständige und komplette Blockade aller sanktionierter Öltanker auf dem Weg von und nach Venezuela“ zu verhängen.
(text:sda/bild:keystone)