25 Mai 2024

US-Regierung fordert erneut mehr humanitÀre Hilfe im Gazastreifen

Die USA haben Israel nach der Entscheidung des Internationalen Gerichtshofs (IGH) zu einem sofortigen Stopp der israelischen MilitĂ€raktionen in Rafah erneut dazu aufgefordert, mehr humanitĂ€re Hilfe im gesamten Gazastreifen zuzulassen. US-Aussenminister Antony Blinken habe unter anderem darĂŒber mit Benny Gantz, Minister in Israels Kriegskabinett, bei einem Telefonat am Freitag gesprochen, teilte Ministeriumssprecher Matthew Miller mit.

Blinken habe demnach bekrĂ€ftigt, dass GesprĂ€che zwischen Israel und Ägypten abgeschlossen werden mĂŒssten, um den GrenzĂŒbergang nach Rafah schnellstmöglich wieder zu öffnen. Er habe ausserdem die „dringende Notwendigkeit“ betont, Zivilisten sowie humanitĂ€re Helfer im Gazastreifen zu schĂŒtzen und die Situation im Westjordanland zu deeskalieren. In dem Telefonat sei es darĂŒber hinaus um die BemĂŒhungen um einen Waffenstillstand gegangen sowie darum, eine Ausweitung des Konflikts in der Region zu verhindern, hiess es in der Mitteilung.

Der IGH hatte Israel zuvor zu einer sofortigen Beendigung des MilitĂ€reinsatzes in Rafah verpflichtet. Mit der Entscheidung entsprach das höchste Gericht der Vereinten Nationen in Den Haag am Freitag einer Forderung SĂŒdafrikas. Nach Auffassung der Richter ist die humanitĂ€re Lage in Rafah inzwischen desaströs. ZusĂ€tzliche Massnahmen seien nötig, um weiteren Schaden fĂŒr die Zivilbevölkerung abzuwenden.

(text:sda/bild:keystone)