US-Ostküste kämpft mit Folgen des Schneesturms
Ein heftiger Wintersturm hat den Alltag von Millionen Menschen im Nordosten der USA massiv beeinträchtigt. Besonders stark betroffen waren die Bundesstaaten Rhode Island und Massachusetts, wo stellenweise bis zu einem Meter beziehungsweise mehr als 80 Zentimeter Schnee fielen.
Schneeschaufeln gegen Bezahlung, Flugabsagen en masse und Hunderttausende Haushalte ohne Strom: Ein Wintersturm hat den Alltag von Millionen Menschen im Nordosten der USA auf den Kopf gestellt. In Teilen des Bundesstaats Rhode Island fiel laut der Nationalen Wetterbehörde fast ein Meter Schnee, im Bundesstaat Massachusetts wurden teilweise mehr als 80 Zentimeter gemessen. Im berühmten New Yorker Central Park gingen fast 50 Zentimeter Schnee nieder.
Der Flugverkehr an den Flughäfen von New York und New Jersey kam vollständig zum Erliegen; laut dem Flugportal FlightAware wurden etwa 4.700 Flüge gestrichen. Während Behörden mit Hochdruck an der Schneeräumung arbeiteten, nutzten einige Bewohner die Situation kreativ und bauten in Parks Schneefiguren und sogar Sitzlandschaften aus Schnee, etwa im Stadtteil Brooklyn.
Gleichzeitig brachte der Sturm erhebliche Gefahren mit sich: Starker Wind und schwerer, nasser Schnee liessen Bäume umstürzen, beschädigten Stromleitungen und führten zu Überschwemmungen an der Küste von Massachusetts. Nach Angaben des Portals PowerOutage waren zeitweise rund 500.000 Haushalte ohne Strom, davon etwa 280.000 in Massachusetts, wo der Ausnahmezustand teils verlängert wurde. Der Sturm reiht sich in eine Serie extremer Winterwetterlagen in den USA ein, nachdem bereits zuvor schwere Schneestürme und ungewöhnlich tiefe Temperaturen in vielen Landesteilen für Chaos und Todesopfer gesorgt hatten. Über Opfer des aktuellen Sturms war zunächst nichts bekannt.
(text:sda/bild:keystone, Schnee am Times Square)