5 Oktober 2023

US-Börsenaufsicht zieht gegen Elon Musk vor Gericht

Die US-Börsenaufsicht SEC will Elon Musk vor Gericht zur Aussage in ihren Untersuchungen zu seinem Twitter-Kauf zwingen. Die Behörde reichte dafĂŒr am Donnerstag eine Klage in San Francisco ein.

Sie prĂŒft Musks öffentliche Äusserungen und AktienkĂ€ufe rund um Twitter. Der Tech-MilliardĂ€r schloss den Kauf des Online-Dienstes Ende Oktober vergangenen Jahres ab und benannte die Plattform inzwischen in X um. Er kaufte bereits von Anfang des Jahres an Twitter-Aktien. Die SEC untersucht den Deal seit FrĂŒhjahr 2022.

Der SEC-Klage zufolge weigerte Musk sich im September, nach einer Vorladung auszusagen, obwohl er der Befragung zunĂ€chst zugestimmt hatte. Sein Anwalt Alex Spiro sagte dem Finanzdienst Bloomberg am Donnerstag, Musk habe in der Untersuchung bereits mehrfach ausgesagt: „Genug ist genug.“

Musk hatte beim Twitter-Deal mehrere Kehrtwenden gemacht. Erst gab er eine in aller Stille zusammengekaufte Aktienbeteiligung bekannt und erklĂ€rte sich bereit, als Anteilseigner dem Verwaltungsrat beizutreten. Dann kĂŒndigte er an, stattdessen die Firma komplett kaufen zu wollen.

Wenige Wochen nachdem Twitter der rund 44 Milliarden schweren Übernahme zustimmte, wollte Musk dann aus dem Deal wieder raus, weil die Plattform zu viele Fake-Accounts und Bots habe. Twitter verklagte ihn, damit er die Vereinbarung erfĂŒllt. Nachdem sich abzeichnete, dass er den Prozess verlieren dĂŒrfte, lenkte Musk im Herbst ein und schloss den Kauf ab.

(text:sda/bild:keystone)