24 April 2023

US-Aussenminister: 72-st├╝ndige Waffenruhe im Sudan vereinbart

US-Aussenminister Antony Blinken hat eine Waffenruhe im Sudan in Aussicht gestellt. Blinken teilte am Montag (Ortszeit) in einer schriftlichen Stellungnahme mit, nach intensiven Verhandlungen h├Ątten sich die sudanesischen Streitkr├Ąfte und die mit ihnen rivalisierenden paramilit├Ąrischen Einheiten (Rapid Support Forces) darauf geeinigt, ab Mitternacht f├╝r 72 Stunden eine landesweite Waffenruhe einzuhalten. Die US-Regierung fordere beide Seiten nachdr├╝cklich auf, sich vollst├Ąndig an diese Absprache zu halten. Bereits zuvor hatte es von den Konfliktparteien ├Ąhnliche Ank├╝ndigungen gegeben, die Waffenruhe wurde jedoch nicht eingehalten.

Blinken erkl├Ąrte weiter, um auf ein dauerhaftes Ende der K├Ąmpfe hinzuarbeiten, wollten sich die USA mit regionalen und internationalen Partnern und sudanesischen Akteuren abstimmen. Es solle ein Ausschuss eingerichtet werden, der Verhandlungen ├╝ber ein Ende der K├Ąmpfe, deren Abschluss und Umsetzung ├╝berwachen solle.

Im Sudan waren vor mehr als einer Woche schwere K├Ąmpfe zwischen den zwei m├Ąchtigsten Gener├Ąlen des Landes und ihren Einheiten ausgebrochen. Die zwei M├Ąnner f├╝hrten das Land im Nordosten Afrikas mit rund 46 Millionen Einwohnern seit zwei gemeinsamen Milit├Ąrcoups 2019 und 2021. De-facto-Pr├Ąsident Abdel Fattah al-Burhan, der auch Oberbefehlshaber der Armee ist, k├Ąmpft mit dem Milit├Ąr gegen seinen Stellvertreter Mohammed Hamdan Daglo, den Anf├╝hrer der m├Ąchtigen paramilit├Ąrischen Gruppe Rapid Support Forces (RSF). Eigentlich h├Ątten die RSF der Armee unterstellt und die Macht im Land wieder an eine zivile Regierung ├╝bertragen werden sollen.

(text:sda/bild:sda)