Dutzende Tote – Brandkatastophe in Crans-Montana
Beim Brand in der Bar „Le Constellation“ in Crans-Montana VS sind in der Silvesternacht circa 40 Menschen ums Leben gekommen. Ausserdem seien 115 Personen verletzt worden, teilten die Verantwortlichen des Kanton Wallis am Donnerstagabend vor den Medien mit.
Die Walliser Behörden sprechen von einem plötzlichen Brand in der Silvesternacht in einer Bar von Crans-Montana, einem so genannten Flashover. Dieses sich plötzlich ausbreitende Feuer habe eine oder mehrere Explosionen ausgelöst.
Unter einem Flashover kann der schlagartige Übergang von einem lokal begrenzten Feuer zu einem Vollbrand verstanden werden. Ein Brand kann beispielsweise bei einem Gerät in einem Raum beginnen. Staut sich Hitze an der Decke eines Raumes, breiten sich Rauchgase im Raum aus, und es wird sehr schnell mehrere hundert Grad heiss.
Das kann dazu führen, dass schlagartig weitere brennbare Gegenstände gleichzeitig zu brennen beginnen und sich die Flammen rasend schnell ausbreiten. Ist es soweit, ist ein Überleben kaum noch möglich. Die Situation ist auch für ausgerüstete Feuerwehrleute lebensgefährlich.
Die Kantonale Walliser Rettungsorganisation (KWRO) setzte nach dem Brandalarm in der Nacht zehn Helikopter, vierzig Ambulanzen und über 150 medizinischen Rettungskräfte ein, um die Verletzten zu versorgen und in die verschiedenen Spitäler zu transportieren.
Im Einsatz standen Polizeien, Feuerwehren und mehrere Helikopter. Der Einsatz dauere an, hiess es weiter. Der gesamte Sektor sei abgesperrt. Über Crans-Montana wurde eine Flugverbotszone verhängt. Die Polizei informiert an einer Medienkonferenz um 10:00 Uhr. Für die Familien ist eine Helpline eingerichtet worden unter 084 811 21 17.
(text:sda&ogr/bild:kapo wallis)